Pallade Veneta - Koalitionsausschuss soll Durchbruch in Entlastungsdebatte bringen

Koalitionsausschuss soll Durchbruch in Entlastungsdebatte bringen


Koalitionsausschuss soll Durchbruch in Entlastungsdebatte bringen
Koalitionsausschuss soll Durchbruch in Entlastungsdebatte bringen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Nach wochenlanger Diskussion wollen die Parteien der Ampel-Koalition am Samstag ein drittes Entlastungspaket schnüren. Dazu kommt am Vormittag der Koalitionsausschuss zusammen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus Koalitionskreisen erfuhr. Vorab klopften die Ampel-Partner allerdings noch einmal ihre jeweiligen Schwerpunkte fest, die sich teils deutlich unterschieden.

Textgröße ändern:

Im Koalitionsausschuss sind die Fraktions- und Parteispitzen von SPD, Grünen und FDP vertreten; außerdem Mitglieder des Bundeskabinetts. Die Runde tagt im Bundeskanzleramt. Zum Ablauf am Samstag sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe): "Wir sind uns in der Koalition einig, dass es dieses Mal keine Nachtsitzung geben soll."

Djir-Sarai verlangte, dass der von FDP-Chef und Bundesfinanzminister Christian Lindner vorgeschlagene Abbau der kalten Progression in der Einkommensteuer "elementarer Bestandteil des dritten Entlastungspakets" sein müsse. Es dürften "ausdrücklich nicht nur einzelne Gruppen, sondern muss auch die hart arbeitende breite Mitte der Gesellschaft in den Blick genommen werden", sagte er. Etwaige einmalige staatliche Unterstützungsleistungen sollten "insbesondere Rentnerinnen und Rentner und Studierende berücksichtigen".

Die SPD-Fraktion beschloss auf ihrer Klausurtagung ein Positionspapier, dass insbesondere Entlastungen für niedrige und mittlere Einkommen über Direktzahlungen vorsieht. Die Sozialdemokraten fordern zudem eine Preisbremse für einen Grundbedarf an Energie sowie ein bundesweites Nahverkehrsticket von 49 Euro pro Monat. Für Mieterinnen und Mieter wird ein sechsmonatiger Kündigungsschutz bei nicht bezahlten Betriebskostennachzahlungen vorgeschlagen.

Die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang nannte im ARD-"Morgenmagazin" unter anderem eine Ausweitung des Wohngeldes und ebenfalls Direktzahlungen als sinnvolle Maßnahmen. Der Fokus solle insgesamt nicht auf Menschen liegen, die ein hohes Einkommen hätten.

Die bisherigen beiden Entlastungspakete, zu denen unter anderem der Tankrabatt, eine Energiepreispauschale und das Neun-Euro-Ticket gehörten, hatten ein Gesamtvolumen von rund 30 Milliarden. Ein drittes Paket für dieses und kommendes Jahr könnte ähnliche Dimensionen erreichen.

Lindner hatte am Mittwoch gesagt, es gebe in diesem Jahr noch Spielraum für Entlastungen in Höhe eines einstelligen Milliardenbetrags. Im kommenden Jahr sah er Möglichkeiten für Entlastungen in Höhe einer zweistelligen Milliardensumme.

Auch die Opposition beschloss am Freitag Forderungen in der Entlastungsdebatte. Die Spitze der Unionsfraktion sprach sich bei ihrer Klausurtagung unter anderem für eine Anhebung der Pendlerpauschale sowie eine Energiepauschale für Rentnerinnen und Rentner sowie Studierende aus. Auch solle es einen Gaspreisdeckel für einen Grundbedarf geben. Die geplante Gasumlage will die Unionsfraktionsspitze wieder streichen.

Letzteres fordert auch die Linksfraktion, die ebenfalls eine Klausurtagung abhielt. Die Umlage, die ab Oktober alle Gasverbraucher zahlen sollen, müsse "dringend eingestampft werden", sagte Fraktionschefin Amira Mohamed Ali. Ihre Fraktion prüfe, ob sie gerichtlich gegen die Gasumlage vorgehen solle. Daneben sprach sich die Fraktion ebenfalls für Direktzahlungen aus.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

E-Auto-Prämie: Rund 100.000 Anträge bewilligt

Mehr als vier Monate nach dem Start der neuen E-Auto-Prämie sind rund 100.000 Anträge auf die Förderung bewilligt worden. Das teilte das Bundesumweltministerium am Sonntag im Onlinedienst Instagram mit. Demnach fahren neun von zehn geförderten Autos batterieelektrisch. "Das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit übertroffen und jetzt schon 100.000 Haushalte dabei unterstützt, sich vor den hohen Spritpreisen zu schützen", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) der "Bild"-Zeitung von Montag.

Umfrage: Stimmung in der Autoindustrie deutlich verdüstert

Die Stimmung bei den deutschen Autobauern hat sich nach Angaben des Ifo-Instituts stark verdüstert. "Die Automobilindustrie steckt weiterhin in der Krise", erklärte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl am Montag. Der Geschäftsklimaindex des Münchner Instituts für die Branche sank den Angaben nach von minus 22 Zählern im August auf minus 35 Punkte im September.

Trump bestätigt Ernennung von Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater

US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung des GeheimdienstdirektorsJay Clayton zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) bestätigt. Trump schrieb am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social, Clayton solle in dieser Rolle die Anstrengungen koordinieren, damit die USA "weiterhin die Welt bei der Superintelligenz anführen". Die KI wird von Trump neuerdings als "Superintelligenz" bezeichnet.

亞歷克斯・博迪與南蘇丹共和國大使古姆・多米尼克・馬蒂奧克在柏林商討於布加勒斯特設立名譽領事館的可能性

羅馬尼亞企業家亞歷克斯・博迪(Alex Bodi,41歲)與南蘇丹大使古姆・多米尼克・馬蒂奧克・馬蒂奧克(Gum Dominic Matiok Matiok,60歲)於2026年9月27日在柏林麗思卡爾頓飯店,商討在布加勒斯特設立南蘇丹共和國名譽領事館事宜。構想中的領事聯絡機構有望促進兩國交流,並擬由博迪出任名譽領事。

Textgröße ändern: