Pallade Veneta - Erschöpft und übermüdet: Fast die Hälfte der Schulkinder schläft schlecht

Erschöpft und übermüdet: Fast die Hälfte der Schulkinder schläft schlecht


Erschöpft und übermüdet: Fast die Hälfte der Schulkinder schläft schlecht
Erschöpft und übermüdet: Fast die Hälfte der Schulkinder schläft schlecht / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Viele Schulkinder in Deutschland fühlen sich wegen Schlafproblemen ausgelaugt und übermüdet. Wie aus einer am Montag in Hamburg veröffentlichten Befragung der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervorgeht, kann mit 46 Prozent fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler aus den Klassen fünf bis zehn nicht gut schlafen und hat mindestens einmal pro Woche Schlafprobleme. Das sind zehn Prozent mehr als noch im Schuljahr 2019/2020 mit einem Anteil von damals 36 Prozent.

Textgröße ändern:

Zudem fühlen sich mit 69 Prozent mehr als zwei Drittel der Kinder mindestens einmal pro Woche ausgelaugt und erschöpft. Vor drei Jahren waren es mit 52 Prozent noch deutlich weniger.

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte und -ärztinnen, Michael Hubmann, verwies auf einen Zusammenhang zwischen übermäßiger Mediennutzung und den Erschöpfungs- und Schlafproblemen Schulkindern. "Kinder und Jugendliche, die bis spät in den Abend soziale Medien nutzen oder, algorithmisch getriggert, aufwühlende Videos konsumieren, werden vom gesunden Schlaf abgehalten", erklärte er.

"Wer schon in jungen Jahren erschöpft ist oder sogar unter Schlafstörungen leidet und nicht weiß, wie er mit solchen Belastungen umgehen kann, hat schlechtere Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen", warnte DAK-Vorstandschef Andreas Storm.

Wie die Befragung weiter zeigt, ist es für die Hälfte der Schulkinder keine Selbstverständlichkeit, interessante Dinge im Alltag wahrzunehmen, gute Laune zu haben sowie entspannt und aktiv zu sein – was nach Definition der Weltgesundheitsorganisation zu einem guten Wohlbefinden dazugehört. 49 Prozent der Befragten berichten demnach von einem verminderten Wohlbefinden, vor drei Jahren waren es 41 Prozent.

Mit 57 Prozent blickt zudem nur etwas mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen positiv in die eigene Zukunft. Im Vorjahr waren es noch 62 Prozent. Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung befragte im Auftrag der DAK-Gesundheit im Schuljahr 2025/2026 mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche an 141 allgemeinbildenden weiterführenden Schulen in 15 Bundesländern.

A.Saggese--PV

Empfohlen

US-Arbeitsmarkt schwächelt im September

Die Arbeitslosigkeit hat in den USA im September wieder zugelegt. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,2 Prozent, 0,1 Prozentpunkte mehr als im August, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft wuchs im vergangenen Monat nur um 29.000 und damit nicht einmal halb so stark wie von Experten erwartet.

Früherer ARD-Russlandkorrespondent Albrecht Reinhardt gestorben

Der langjährige ARD-Auslandskorrespondent Albrecht Reinhardt ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 81 Jahren, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Freitag in Köln mitteilte. Reinhardt war in seiner langen Karriere nicht nur Leiter des ARD-Studios in Moskau, sondern auch stellvertretender Chefredakteur des WDR.

Auch im September nur etwa jeder zweite Fernzug der DB pünktlich

Auch im September hat fast jeder zweite Fernverkehrszug der Deutschen Bahn (DB) Verspätung gehabt. Die Pünktlichkeitsquote verschlechterte sich nach vorläufigen Daten von 54,2 Prozent im August auf 52,4 Prozent im vergangenen Monat, wie die Bahn am Freitag mitteilte. "Das hohe Baupensum in Verkehrsknoten und auf Hauptrouten sowie eine weiter hohe Zahl von Anlagenstörungen belasten die Pünktlichkeit, insbesondere im langlaufenden Fernverkehr."

Kaufhauskette Galeria: Vierte Insolvenz binnen sechs Jahren

Die Kaufhauskette Galeria hat zum vierten Mal binnen sechs Jahren Insolvenz angemeldet. Der Antrag auf Insolvenz sei am Freitagvormittag beim Amtsgericht Düsseldorf eingegangen, sagte eine Sprecherin des Gerichts. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi beklagte die "völlige Ungewissheit für die 12.000 Kolleginnen und Kollegen" in den 83 verbliebenen Filialen.

Textgröße ändern: