Pallade Veneta - Inbetriebnahme von LNG-Terminal in Stade in Vorbereitung

Inbetriebnahme von LNG-Terminal in Stade in Vorbereitung


Inbetriebnahme von LNG-Terminal in Stade in Vorbereitung
Inbetriebnahme von LNG-Terminal in Stade in Vorbereitung / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die Inbetriebnahme des vierten staatlich verwalteten Importterminal für Flüssiggas (LNG) in Deutschland ist nach langer Verzögerung in Vorbereitung. Das Terminal-Schiff "Energos Force" habe am Dienstag im Industriehafen Stade-Bützfleth angelegt, erklärte die staatliche Betreiberfirma Deutsche Energy Terminal (DET) am Mittwoch. Weil sich der Start der Anlage verzögert hatte, war das Schiff zwischenzeitlich nach Jordanien verchartert worden.

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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) begrüßte den nun absehbaren Beginn der Erdgasimporte. "Mit dem Einlauf der 'Energos Force' in Stade wird sichtbar, was Versorgungssicherheit in der Praxis bedeutet", erklärte sie. Ab November könne das Schiff "dazu beitragen, Millionen Haushalte zuverlässig mit Energie zu versorgen".

"Anfang November erwarten wir den ersten vollbeladenen LNG-Tanker längsseits", erklärte DET-Chef Peter Röttgen. Ab dann werde Gas eingespeist. "Der Weg bis hierhin war nicht immer leicht", fügte er hinzu.

Das Terminal in Stade sollte ursprünglich 2024 in Betrieb gehen. Der Anleger für das Schiff war damals bereits fertig und die "Energos Force" eingelaufen. Der Betrieb konnte dann jedoch nicht aufgenommen werden, weil weitere Arbeiten an der Anlage nötig waren.

Zwei weitere staatliche LNG-Importterminals sind bereits in Wilhelmshaven in Betrieb, eine dritte in Brunsbüttel. Zudem betreibt das Privatunternehmen Deutsche Regas eine LNG-Importanlage in Mukran auf der Ostseeinsel Rügen. Im vergangenen Jahr deckten die LNG-Terminals rund zehn Prozent der deutschen Gasimporte.

Umweltschützer kritisieren den weiteren Ausbau der Infrastruktur für den Import von LNG scharf. "Die Bundesregierung darf Versorgungssicherheit nicht mit möglichst viel fossiler Infrastruktur verwechseln", erklärte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Sascha Müller-Kraenner. "Versorgungssicherheit entsteht durch einen sinkenden Gasverbrauch, erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Speicher und ein diversifiziertes Energiesystem und nicht durch immer mehr LNG-Lieferungen und -Kapazitäten."

O.Pileggi--PV

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