Pallade Veneta - Umfrage: Jedes zweite Unternehmen sieht Bürokratie als größtes Standortproblem

Umfrage: Jedes zweite Unternehmen sieht Bürokratie als größtes Standortproblem


Umfrage: Jedes zweite Unternehmen sieht Bürokratie als größtes Standortproblem
Umfrage: Jedes zweite Unternehmen sieht Bürokratie als größtes Standortproblem / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Jedes zweite Unternehmen in Deutschland nennt Bürokratie und Regulierung als größtes Problem des Wirtschaftsstandorts. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Münchener Ifo-Instituts folgen auf Platz zwei der Standortnachteile mit deutlichem Abstand die Energiekosten (27 Prozent) und die Arbeitskosten (22 Prozent). Vor allem für mittlere und große Unternehmen ist demnach die Bürokratie das größte Hemmnis.

Textgröße ändern:

"Der bürokratische Aufwand wirkt auf zwei Wegen: Er bindet Personal, das an anderer Stelle fehlt, und er verhindert Investitionen, die sich nicht mehr rechnen, sobald man den Genehmigungs- und Dokumentationsaufwand einpreist", erklärte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Der zweite Effekt ist der teurere und er taucht in keiner Statistik auf, weil das Vorhaben nie begonnen wird."

Unter den großen und mittleren Unternehmen beträgt der Anteil derjenigen, die Bürokratie als bedeutendes Hemmnis empfinden, jeweils fast 60 Prozent. Bei kleineren Unternehmen sind es genau 50 Prozent, bei Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen deutlich weniger. "Wer Beschäftigte hat, Anlagen betreibt und exportiert, ist von mehreren Regelwerken gleichzeitig erfasst - vom Arbeitsrecht über Berichtspflichten bis zum Datenschutz", erklärte dazu Wohlrabe. "Selbständige und Kleinstunternehmen fallen aus vielen dieser Pflichten noch heraus."

Zwischen den Wirtschaftsbereichen ergeben sich merkliche Unterschiede. So nennen 39 Prozent der Industrieunternehmen die Energiekosten als bedeutendes Standortproblem. Das Baugewerbe verweist überdurchschnittlich häufig auf fehlende Fachkräfte (29 Prozent). Der Handel kämpft der Umfrage zufolge am stärksten mit der konjunkturellen Lage: 25 Prozent nennen die schwache Nachfrage als Problem.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Proteste bei Herstellern und Zulieferern: "Automobil-Aktionstag" der IG Metall

Die IG Metall hat für Montag bundesweit zu Protesten bei Herstellern und Zulieferern der Autoindustrie aufgerufen. Der "Automobil-Aktionstag" soll nach Angaben der Gewerkschaft "ein Zeichen für sichere Arbeitsplätze, zukunftsfähige Standorte und eine starke industrielle Basis" setzen. Geplant sind demnach Aktionen in über 100 IG-Metall-Geschäftsstellen. Am VW-Hauptsitz in Wolfsburg sollen am Montagmorgen (8.30 Uhr) Gewerkschaftschefin Christiane Benner und die VW-Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo vor die Presse treten.

Vor Trump-Xi-Gipfel: US-Finanzminister lobt Gespräche mit Chinas Vize-Regierungschef

Wenige Tage vor dem Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den USA sind hochrangige Vertreter beider Regierungen zu Beratungen in New York zusammengetroffen. US-Finanzminister Scott Bessent nannte die Gespräche mit dem chinesischen Vize-Regierungschef He Lifeng am Sonntag vor Journalisten "sehr erfolgreich". Beide Seiten hätten sich intensiv über Handelsfragen sowie Risiken im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgetauscht.

Italiens Regierungschefin kündigt Burka-Verbot an Schulen an

An italienischen Schulen sollen Burkas und Nikabs künftig verboten sein. Zudem solle die Anzahl von aus dem Ausland stammenden Schülerinnen und Schülern je Klasse begrenzt werden, sagte die ultrarechte Regierungschefin Giorgia Meloni am Sonntag bei einem Treffen der Jugendorganisation ihrer Partei Fratelli d'Italia. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle in Kürze vom Regierungskabinett beraten werden.

Vor Trump-Xi-Gipfel: US-Finanzminister empfängt Chinas Vize-Regierungschef in New York

Wenige Tage vor dem Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den USA sind hochrangige Vertreter beider Regierungen zu Beratungen in New York zusammengetroffen. US-Finanzminister Scott Bessent empfing den chinesischen Vize-Regierungschef He Lifeng am Sonntag im Hauptsitz der US-Bank JPMorgan Chase. Der Handelsbeauftragte von US-Präsident Donald Trump, Jamieson Greer, nahm ebenfalls an dem Treffen teil. Er hoffe auf "umfassende und konstruktive Gespräche heute, die die Weichen für das Treffen unserer Präsidenten stellen werden", sagte Bessent.

Textgröße ändern: