Pallade Veneta - Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"

Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"


Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"
Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer" / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Die Heizkosten sind 2025 nach einer Entspannung in den beiden Vorjahren wieder gestiegen - und auch für 2026 rechnet die Beratungsgesellschaft co2online mit weiteren Kostensteigerungen. Langfristig werden fossile Heizungen "immer teurer", erklärte co2online am Dienstag. Laut dem jährlich zusammen mit dem Deutschen Mieterbund erhobenen Heizspiegel können 90 Prozent aller Haushalte ihre Heizkosten heute senken.

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Für das Beheizen einer durchschnittlichen 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Gas wurden 2025 den Angaben zufolge 1170 Euro fällig, ein Anstieg um 14 Prozent zum Vorjahr. Bei Heizöl waren es 1030 Euro - der Preis blieb stabil. Fernwärme verteuerte sich demnach um sechs Prozent auf 1295 Euro pro Jahr, bei einer Wärmepumpe waren es 715 Euro, beim Heizen mit Holzpellets 735 Euro - hier betrug der Anstieg zum Vorjahr 20 Prozent.

In diesem Jahr dürften besonders Heizöl und Holzpellets deutlich teurer werden, erwartet co2online. Beim Heizöl rechnet die Beratungsgesellschaft mit einem Anstieg um 24 Prozent auf 1275 Euro, bei Pellets um 17 Prozent auf 860 Euro. Der Preis für Erdgas dagegen könnte sogar um vier Prozent sinken. Fernwärme wird demnach ein Prozent teurer, eine Wärmepumpe drei Prozent.

"Seit zwei Jahrzehnten verfolgen wir, wie sich die Heizkosten in Deutschland entwickeln und werten dafür zehntausende Abrechnungen aus", erklärte co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz. "Der Trend ist inzwischen eindeutig: Das Zeitalter günstiger fossiler Heizenergie ist spätestens seit der Energiekrise vor vier Jahren vorbei." Fossiles Heizen sei langfristig teurer und bleibe mit größeren Kostenrisiken verbunden als das Heizen mit erneuerbaren Energien.

Laut Prognose von co2online könnten sich die Heizkosten für Gas- und Ölheizungen bis 2045 mehr als verdoppeln. Ursache seien steigende CO2-Kosten, höhere Netzentgelte für Gas und die sogenannte Biotreppe im Gebäudemodernisierungsgesetz, die einen steigenden Anteil von biogenen Stoffen vorschreibt.

Der Heizspiegel zeigt laut co2online auch, dass rund 90 Prozent aller Haushalte noch über Sparpotenzial verfügen. "Schon einfache Verhaltensänderungen wie richtiges Heizen und Lüften oder ein geringerer Warmwasserverbrauch können den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent reduzieren", erklärte die Gesellschaft. Noch größere Einsparungen ermöglichten Heizungsoptimierungen, Dämmmaßnahmen oder der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme.

A.Rispoli--PV

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