Pallade Veneta - Allianz-Studie: Hitzewellen im Sommer 2026 kosten Deutschland 25 Milliarden Euro

Allianz-Studie: Hitzewellen im Sommer 2026 kosten Deutschland 25 Milliarden Euro


Allianz-Studie: Hitzewellen im Sommer 2026 kosten Deutschland 25 Milliarden Euro
Allianz-Studie: Hitzewellen im Sommer 2026 kosten Deutschland 25 Milliarden Euro / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Hitzewellen des vergangenen Sommers kommen die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen: Laut einer Studie des Versicherungskonzerns Allianz und des Kreditversicherers Allianz Trade dürfte die Wirtschaftsleistung durch die Hitzewellen um rund 25 Milliarden Euro geschmälert werden. Grund sind demnach vor allem eine hitzebedingt geringere Arbeitsproduktivität, längere Pausen und Fehlzeiten sowie ein nur teilweiser Zugang zu Kühlung.

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"Daraus resultieren Produktionsausfälle sowie eine geringere Wertschöpfung", erklärten Allianz und Allianz Trade am Donnerstag. Dies wiederum führe zu Einbußen beim Bruttoinlandsprodukt (BIP), die in der Bundesrepublik nochmals höher ausfallen, als in anderen europäischen Volkswirtschaften - denn laut der Studie gibt es in Deutschland nach Italien mit 28 Milliarden Euro den zweithöchsten absoluten hitzebedingten Wirtschaftsverlust unter 30 untersuchten europäischen Ländern, noch vor Frankreich mit 20 Milliarden Euro. Insgesamt summieren sich die geschätzten Verluste in Europa auf 113 Milliarden Euro.

Gerade auf Hitze sei Deutschland aktuell noch nicht ausreichend vorbereitet, erklärten Allianz und Allianz Trade. Entsprechend seien die Auswirkungen hierzulande ein größerer Wirtschaftsfaktor als in vielen anderen europäischen Ländern.

Der nächste "teure Belastungstest" drohe nun durch das Klimaphänomen El Niño, das zusätzlich zur fortschreitenden Erderwärmung Probleme wie Dürren verschärft. Laut der Studie könnte El Niño 144 untersuchte Volkswirtschaften 2027 insgesamt rund 392 Milliarden Euro kosten und sich auch in Europa durch eine womöglich steigende Lebensmittelinflation auswirken. Fast 60 Prozent der angenommenen Bruttoverluste müssten demnach aber China, die USA und Indien tragen, wie Allianz-Klimaökonom Hazem Krichene erläuterte.

Zugleich wies er darauf hin, dass sich gerade Nord- und Osteuropa im Temperatur-Ranking der vergangenen Jahrzehnte "besonders stark nach oben bewegt“ hätten. "Wirtschaftliche Schäden durch den Klimawandel dürften uns auch in den kommenden Jahren begleiten", erklärte Krichene.

A.Tucciarone--PV

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