Pallade Veneta - Neubauer: In Energiekrise mehr über weiteren Ausbau der Erneuerbaren reden

Neubauer: In Energiekrise mehr über weiteren Ausbau der Erneuerbaren reden


Neubauer: In Energiekrise mehr über weiteren Ausbau der Erneuerbaren reden
Neubauer: In Energiekrise mehr über weiteren Ausbau der Erneuerbaren reden / Foto: LENNART PREISS - AFP/Archiv

Aus Sicht der Klima-Aktivistin Luisa Neubauer wird in der gegenwärtigen Energiekrise zu viel über die Nutzung von Kohle und Atomkraft und zu wenig über den weiteren Ausbau erneuerbaren Energien nachgedacht. "Wenn man jetzt so viel Energie, Kreativität und Geld in Kohle oder Atom investiert, wo zum Henker ist diese Energie, wenn es um erneuerbare Energien geht?", sagte die Aktivistin von Fridays for Future dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben).

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In der gegenwärtigen Debatte würden die Potenziale von Energielieferanten wie Wind und Sonne "systematisch ausgeblendet", kritisierte Neubauer. "Es entsteht der Eindruck, als hätten wir keine andere Wahl außer Kohle und Atom." Dies sei "verantwortungslos", hier sei "eine Wende" notwendig, forderte die Aktivistin.

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Montag angekündigt, die süddeutschen Atomkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim 2 sollten über das gesetzlich eigentlich vorgeschriebene Ende am 31. Dezember hinaus in eine Notreserve versetzt und bei Bedarf wieder hochgefahren werden. Einen Weiterbetrieb über die Reservehaltung hinaus schloss er aus. Habecks Ankündigung war innerhalb wie außerhalb der Ampel-Koalition auf Kritik gestoßen.

Neubauer lehnte im Gespräch mit dem RND eine weitere Atomkraft-Nutzung nicht kategorisch ab. "Im allerschlimmsten Fall wird man die Atomenergie jetzt vielleicht noch nutzen müssen", sagte sie. Ohnehin müsse eine Verlängerung der Laufzeiten von zwei der drei verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland "an den Ansprüchen der Gegenwart messen und nicht an den Ansprüchen der 1980er-Jahre".

F.Dodaro--PV

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