Pallade Veneta - Hohe Energiepreise veranlassen Haushalte zum Sparen

Hohe Energiepreise veranlassen Haushalte zum Sparen


Hohe Energiepreise veranlassen Haushalte zum Sparen
Hohe Energiepreise veranlassen Haushalte zum Sparen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Wegen der stark steigenden Energiepreise schränken immer mehr Haushalt ihren Konsum ein. Nicht nur beim Energieverbrauch, sondern auch etwa bei Restaurantbesuchen oder bei neuer Kleidung wollen viele sparen, wie aus einer Umfrage für die Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. Demnach unterschätzen viele Verbraucherinnen und Verbraucher aber die durchaus wirksamen Entlastungspakete der Bundesregierung.

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Besonders belastet fühlen sich der Befragung zufolge Nutzer von Gas: Fast zwei Drittel von ihnen bezeichneten die Kosten dafür als "eher schwere" oder "sehr schwere" finanzielle Belastung. Bei den Befragten, die mit Öl heizen, machte diese Angaben jeder zweite, bei Fernwärme-Nutzern lag der Anteil bei 40 Prozent. Außerdem empfinden rund 40 Prozent die steigenden Stromkosten als Belastung.

"Als Folge davon erreichen die Anteile der Menschen, die wegen der hohen Preise weniger Energie verbrauchen wollen und sich zudem genötigt sehen, auch bei anderen Konsumausgaben zurückzustecken, neue Höchststände", erklärte am Mittwoch das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Auffallend sei, dass im Vergleich zu einer ähnlichen Befragung im Mai nun auch zunehmend Menschen mit mittlerem Einkommen ihren Konsum einschränken.

"Gleichzeitig werden positive Effekte der Entlastungspakete I und II auf die persönliche finanzielle Situation vielfach nur unvollständig wahrgenommen", betonten die IMK-Forscher. In ihrem ersten Maßnahmenpaket hatte die Bundesregierung etwa mit dem Wegfall der EEG-Umlage die Strompreise gesenkt und Auszubildende sowie Wohngeld- und Bafög-Bezieher bezuschusst. Das zweite Pakte enthielt etwa das Neun-Euro-Ticket, den Tankrabatt und die Energiepreispauschale.

Ein Grund für die geringe Wertschätzung der Entlastungspakete könnte sein, dass sie "sehr kleinteilig konstruiert" gewesen seien, vermuten die IMK-Forscher. Sie gehen dennoch davon aus, dass die Maßnahmen bei der Stabilisierung der Konsumnachfrage bislang geholfen haben. Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket etwa hätten in den Monaten Juni bis August die Inflation gesenkt und die Kaufkraft gestützt.

L.Barone--PV

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