Pallade Veneta - US-Medien: Streamingdienst Netflix streicht 1000 Stellen

US-Medien: Streamingdienst Netflix streicht 1000 Stellen


US-Medien: Streamingdienst Netflix streicht 1000 Stellen
US-Medien: Streamingdienst Netflix streicht 1000 Stellen / Foto: Patrick T. Fallon - AFP/Archiv

Angesichts eines verlangsamten Wachstums will der Streamingdienst Netflix US-Medienberichten zufolge 1000 Stellen abbauen. "Unsere Mission – die Welt zu unterhalten – ist ehrgeizig, und um sie zu erfüllen, müssen wir sehr genau darauf achten, wie wir unsere Mitarbeiter und Ressourcen priorisieren", zitierten US-Medien am Mittwoch aus einer internen Mitteilung der Co-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich Netflix zunächst nicht.

Textgröße ändern:

Das kalifornische Unternehmen befindet sich an der Spitze des Streaming-Marktes, wächst jedoch nicht mehr im gleichen Tempo wie zuvor. Der Umsatz hatte im zweiten Quartal von April bis Juni um 13,4 Prozent auf 12,56 Milliarden Dollar zugenommen. Das war die niedrigste Steigerung in drei Jahren. Für das dritte Quartal wird mit einem Wachstum von 11,7 Prozent gerechnet. Die Netflix-Aktie ist seit Jahresbeginn um 15 Prozent gefallen.

Zudem hieß es in mehreren Medien, dass die Nutzungszeit der Zuschauer nach Jahren des ununterbrochenen Wachstums sinkt. Anfang Juli berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass die durchschnittlichen Zuschauerzahlen einer Netflix-Serie nach der ersten Staffel zurückgehen.

Die Entlassungen bei Netflix zeigten laut Ross Benes, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Emarketer, "dass selbst die führenden Streaming-Unternehmen nicht vor Stagnation und finanziellen Schwierigkeiten gefeit sind".

A.Fallone--PV

Empfohlen

Bericht: Biontech schließt Werk in Tübingen trotz Millionen-Angebot

Das Biotechnologieunternehmen Biontech schließt sein Werk in Tübingen, obwohl nach Informationen des "Handelsblatts" ein Investorenkonsortium bis zu 20 Millionen Euro dafür geboten hatte. Die Zeitung beruft sich in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht auf Dokumente zu den monatelangen Verhandlungen. Die Verhandlungen mit dem Konsortium um den Münchner Investor Peter Löw hatten demnach im Mai begonnen.

Bericht: Panzerbauer KNDS vor Wandel zum Staatskonzern

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS könnte laut einem Medienbericht zum Staatskonzern werden. Der ursprüngliche Plan für einen Börsengang werde nicht länger verfolgt, berichtet das "Handelsblatt" laut Mitteilung vom Mittwoch unter Berufung auf mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen. Stattdessen wollten die deutschen Eigentümer ihre Anteile an die Bundesregierung verkaufen.

Bundesregierung macht Weg frei für Zuckersteuer

Nach langem Ringen um eine Steuer auf zuckergesüßte Getränke hat sich die Bundesregierung auf einen Gesetzentwurf geeinigt. Die Steuer solle die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung stabil halten und einen wichtigen Beitrag "zum Schutz der Gesundheit vor allem von Kindern und Jugendlichen" leisten, hob das Bundesfinanzministerium hervor. Während Kinderärzte und die Verbraucherorganisation Foodwatch den Schritt begrüßten, kamen aus der Getränkewirtschaft erneut Warnungen vor einer massiven Belastung.

Lufthansa gewinnt Bieterduell um Airline TAP aus Portugal

Im Bieterwettstreit um Anteile an der portugiesischen Fluglinie TAP hat sich die Lufthansa gegen die niederländisch-französische Air France-KLM durchgesetzt. Nach Angaben der Regierung in Lissabon bot der deutsche Luftfahrtkonzern 1,025 Milliarden Euro für eine 44,9-prozentige Beteiligung an der Airline, die in der Corona-Krise vom portugiesischen Staat gerettet worden war. Für die Lufthansa ist die Beteiligung auch von strategischer Bedeutung.

Textgröße ändern: