Pallade Veneta - Netzentgelte für Gas steigen voraussichtlich - Stromnetzkosten im Schnitt stabil

Netzentgelte für Gas steigen voraussichtlich - Stromnetzkosten im Schnitt stabil


Netzentgelte für Gas steigen voraussichtlich - Stromnetzkosten im Schnitt stabil
Netzentgelte für Gas steigen voraussichtlich - Stromnetzkosten im Schnitt stabil / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die Netzentgelte für Gas dürften im kommenden Jahr im bundesweiten Schnitt spürbar steigen. Die bislang veröffentlichten vorläufigen Preisblätter der Netzbetreiber deuten auf einen Anstieg um über zwei Prozent hin, wie aus Daten des Energiedatendienstleisters Ene't hervorgeht. Bei den Stromnetzentgelten gibt es demnach im Schnitt kaum Veränderungen, örtlich aber sehr wohl.

Textgröße ändern:

Laut Ene't hatten bis Donnerstag zwar nur 293 von 678 Gasnetzbetreibern ihre vorläufigen Daten für 2027 veröffentlicht. Weil darunter jedoch viele große Anbieter sind, decken die Daten bereits rund 77 Prozent des Bundesgebiets ab. Für Haushaltskunden mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden ergibt sich demnach ein durchschnittlicher Anstieg um 2,4 Prozent oder knapp 13 Euro.

Beim Strom liegen bislang 217 von 839 Preisblätter vor, die Gebietsabdeckung liegt damit bereits bei gut 86 Prozent. Für Haushalte mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden ergibt sich demnach praktisch keine Veränderung (knapp 358 Euro). Für Haushalte mit niedrigen Verbräuchen von 1500 Kilowattstunden deutet sich ein Anstieg um knapp 0,5 Prozent an, was knapp einem Euro entspricht.

Der Finanzratgeber Finanztip, der die Daten im Detail ausgewertet hat, verweist jedoch auf große regionale Unterschiede. "Im Netzgebiet der Stadtwerke Wesel in Nordrhein-Westfalen steigen die vorläufigen Gas-Netzentgelte für einen Musterhaushalt um rund 145 Euro brutto im Jahr", erklärte Finanztip. "Im Netzgebiet Wörth/Altheim in Bayern steigen die Strom-Netzentgelte um rund 94 Euro."

In anderen Netzgebieten, etwa beim Gasnetz in Mühlhausen in Thüringen und beim Stromnetz in Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, sinken die Netzentgelte hingegen deutlich. "Die großen regionalen Unterschiede zeigen: Der Bundesdurchschnitt hilft dem einzelnen Haushalt nur begrenzt weiter. Entscheidend ist das Netzgebiet vor Ort", sagt Benjamin Weigl, Energieexperte bei Finanztip.

Die Netzentgelte machen im Schnitt rund ein Viertel der Strom- und Gasrechnungen privater Haushalte aus. Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden schlugen die Stromnetzgebühren in diesem Jahr mit im Schnitt gut 496 Euro zu Buche.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Ukraine lagert erstmals seit 2012 wieder Saatgut in Tresor auf Spitzbergen ein

Die Ukraine hat erstmals seit 2012 wieder Saatgut im arktischen Saatgut-Tresor auf Spitzbergen einlagern lassen. In dieser Woche seien 773 Proben in die norwegische Anlage gebracht worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Oslo mit. Darunter seien verschiedene Sorten von Sonnenblumen, Getreide, Buchweizen und Futterpflanzen.

Smartphone als Ausweis: Bundestag macht Weg für digitale Brieftasche frei

Der Bundestag hat den Weg für die Einführung der digitalen Brieftasche freigemacht, die Bürgerinnen und Bürger künftig den Nachweis ihrer Identität per Smartphone ermöglichen soll - etwa um ihr Alter zu belegen oder einen Vertrag abzuschließen. Ab 2027 solle das Smartphone "zum sicheren und bequemen Ausweis für den Alltag" werden, erklärte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU). Eine Herausforderung bleibt allerdings die bislang noch geringe Bekanntheit des Projekts.

Lufthansa strebt weitere Aufstockung der Beteiligung an portugiesischer TAP an

Nach dem Zuschlag für die Lufthansa im Bieterwettstreit um Anteile an der portugiesischen Fluglinie TAP hält der deutsche Luftfahrtkonzern eine weitere Aufstockung seiner Anteile für möglich. "Eine Minderheitsbeteiligung entspricht in der Regel nicht unserer Strategie als optimale Lösung", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag. Gemeinsam mit der portugiesischen Regierung sei darüber gesprochen worden, wie sich eine vollständige Übernahme erreichen lasse, wobei ein Teil der Aktien für die Beschäftigten reserviert bleiben könne.

Mieten in deutschen Städten steigen wieder stärker - und schneller als Inflation

Für Wohnungssuchende wird es teurer: Die Angebotsmieten in deutschen Städten sind zuletzt wieder stärker gestiegen. Wie das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag mitteilte, legten sie im dritten Quartal im bundesweiten Schnitt um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Verglichen mit dem dritten Quartal 2025 betrug der Anstieg 3,7 Prozent. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) drang in der Koalition mit der Union auf Fortschritte beim Mieterschutz.

Textgröße ändern: