Pallade Veneta - Weiterhin viele Auftragsstornierungen im Wohnungsbau

Weiterhin viele Auftragsstornierungen im Wohnungsbau


Weiterhin viele Auftragsstornierungen im Wohnungsbau
Weiterhin viele Auftragsstornierungen im Wohnungsbau / Foto: Christof STACHE - AFP

Explodierende Baukosten, steigende Finanzierungszinsen und eingeschränkte Fördermöglichkeiten führen zu einer weiter hohen Zahl von Stornierungen im Wohnungsbau. Im August waren davon 11,6 Prozent der vom Ifo befragten Unternehmen betroffen, wie das Münchner Institut am Montag mitteilte. Im Juli betrug der Anteil 11,5 Prozent.

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"Seit April sehen wir, dass auffällig viele Projekte gestrichen werden", erklärte Ifo-Forscher Felix Leiss. Die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau hätten sich in den letzten Monaten "massiv" verschlechtert.

Sehr viele Betriebe in der Branche befürchten laut Ifo-Umfrage Geschäftsrückgänge. Der vom Institut ermittelte Erwartungsindikator fiel auf minus 48,3 Punkte und damit den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung 1991. Der bisherige Tiefststand war im April mit minus 47,4 Punkten erreicht worden.

Weiterhin sei vielerorts zudem Material knapp und damit teuer, wie Leiss weiter ausführte. Im August gaben 36,4 Prozent der Unternehmen Lieferprobleme an. Das waren aber weniger als noch im Juli mit 45,6 Prozent. Die hohen Energiepreise verteuern das in der Herstellung oft energieintensive Baumaterial zusätzlich, erklärte Ifo-Forscher Leiss. Sehr viele Bauunternehmen planten daher weitere Preiserhöhungen.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Zahl der in Deutschland erteilten Baugenehmigungen weiter rückläufig ist. Im Juli wurde der Bau von 30.653 Wohnungen genehmigt, das waren 2,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. In den sieben Monaten bis Ende Juli wurden insgesamt 216.425 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt, 2,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

T.Galgano--PV

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