Pallade Veneta - Britische Zentralbank erhöht Leitzins weiter und verkündet beginnende Rezession

Britische Zentralbank erhöht Leitzins weiter und verkündet beginnende Rezession


Britische Zentralbank erhöht Leitzins weiter und verkündet beginnende Rezession
Britische Zentralbank erhöht Leitzins weiter und verkündet beginnende Rezession / Foto: CARLOS JASSO - AFP

Die britische Zentralbank hat ihren zentralen Leitzinssatz um weitere 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 2,25 Prozent erhöht und den Beginn einer Rezession verkündet. Im dritten Quartal werde erneut mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent gerechnet, erklärte die Bank of England am Donnerstag. Wirtschaftlicher Abschwung in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gilt allgemein als beginnende Rezession.

Textgröße ändern:

Beim Ausmaß der Leitzinserhöhung herrschte im zuständigen Ausschuss der Bank of England keine Einigkeit: Die 0,5 Prozentpunkte seien mit einer knappen Mehrheit von fünf der neun Mitglieder beschlossen worden, erklärte die Bank. Die Zentralbanker gehen demnach davon aus, dass die Inflation im Oktober mit knapp elf Prozent ihren Höchststand erreichen wird. Zuvor war mit 13 Prozent gerechnet worden.

Am Mittwoch hatte die US-Notenbank Fed eine Leitzinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte verkündet. Am Donnerstag folgte auch die Schweiz, wo die Zentralbank mit einer Erhöhung von ebenfalls 0,75 Prozentpunkten eine siebenjährige Phase negativer Zinsen beendete. Im internationalen Vergleich fällt die Inflation in der Schweiz mit zuletzt 3,5 Prozent weniger stark aus.

Die norwegische Zentralbank erhöhte ihren Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent und kündigte an, dass er "höchstwahrscheinlich" im November weiter angehoben werde. Auch in Norwegen liegt die Teuerungsrate mit 6,5 Prozent noch deutlich unter EU- oder US-Niveau.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

IWF-Chefin lobt bei Besuch in Argentinien Mileis Reformkurs

IWF-Chefin Kristalina Georgieva hat die wirtschaftliche Entwicklung Argentiniens unter Präsident Javier Milei gelobt. Seit dessen Amtsantritt im Jahr 2023 sei die Lage "nach allen Kennzahlen deutlich solider", sagte die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds am Montag bei einem Besuch in Buenos Aires.

Porsche baut 5000 Stellen ab - Audi senkt Umsatzprognose für 2026

Die Krise bei Volkswagen macht auch vor den Premiumtöchtern nicht Halt: Der Sportwagenhersteller Porsche kündigte am Montag 5000 Stellenstreichungen an, Audi senkte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. Die VW-Töchter leiden wie auch die Kernmarke des Konzerns unter einem wegbrechenden China-Geschäft und hohen Belastungen wegen der Zölle von US-Präsident Donald Trump.

Porsche baut bis 2035 weitere 5000 Stellen ab

Der Sportwagenhersteller Porsche baut bis 2035 weitere 5000 Arbeitsplätze ab. Der Stellenabbau werde "sozialverträglich" und mittels natürlicher Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge umgesetzt, erklärte der Autobauer am Montag. Zugleich sicherte Porsche den Erhalt seiner Standorte zu und schloss betriebsbedingte Kündigungen bis 2035 aus.

China-Geschäft bricht weiter ein - Audi senkt Umsatzprognose

Vor dem Hintergrund weiter einbrechender Verkäufe in China hat der Autobauer Audi seine Umsatzprognose für 2026 gesenkt. Gerechnet wird nun mit 58 bis 63 Milliarden Euro - fünf Milliarden weniger als im Frühling erwartet, wie die Ingolstädter VW-Tochter am Montag mitteilte. Finanzchef Jürgen Rittersberger stellte weitere Sparmaßnahmen in Aussicht.

Textgröße ändern: