Pallade Veneta - Ab 1. Januar: Berliner Taxifahrer dürfen nicht mehr am BER warten

Ab 1. Januar: Berliner Taxifahrer dürfen nicht mehr am BER warten


Ab 1. Januar: Berliner Taxifahrer dürfen nicht mehr am BER warten
Ab 1. Januar: Berliner Taxifahrer dürfen nicht mehr am BER warten / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Taxifahrer aus Berlin dürfen ab dem 1. Januar 2027 nicht mehr am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) auf Fahrgäste warten. Eine entsprechende Vereinbarung, die seit 2020 bestand, wurde vom Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald zum 31. Dezember dieses Jahres gekündigt, wie die Berliner Senatsverkehrsverwaltung am Montag mitteilte. Der BER liegt auf Brandenburger Territorium. Die Taxis vor Ort sollen künftig ausschließlich von Unternehmen aus der Gemeinde Schönefeld gestellt werden, wie diese mitteilte.

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Der Landkreis habe seine Entscheidung mit der zuletzt deutlich zurückgegangenen Nachfrage nach Taxis am BER begründet, hieß es von der Senatsverwaltung. Das liege auch an der verbesserten Schienenanbindung. Seit Dezember 2025 verbindet der Flughafenexpress (FEX) den BER vier Mal pro Stunde in rund 23 Minuten mit dem Berliner Hauptbahnhof. Dieses Angebot werde von den Fluggästen sehr gut angenommen, hieß es von der Verwaltung. Der Landkreis gehe davon aus, dass künftig 500 bis 600 Fahrzeuge ausreichend seien.

Die zur Eröffnung des BER 2020 getroffene Vereinbarung sah vor, dass sich 550 der insgesamt knapp 6000 Berliner Taxen sich am BER "zur Aufnahme von Fahrgästen bereithalten" dürfen. Diese wurden per Losverfahren ausgewählt. Im Gegenzug erhielten Taxiunternehmen aus Dahme-Spreewald die Erlaubnis, auch an Berliner Taxistandplätzen Fahrgäste aufzunehmen.

"Auch wenn wir uns sehr über den Erfolg des FEX freuen, bedauern wir diese Entwicklung sehr, da die aktuellen Marktbedingungen auch für das Berliner Taxigewerbe herausfordernd sind", erklärte die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Die Abholung von Fahrgästen auf vorherige Bestellung bei Berliner Taxiunternehmen per Telefon oder App sei weiterhin zulässig. Diese Möglichkeit solle nun öffentlich bekannter gemacht werden, so Bonde.

F.Dodaro--PV

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