Pallade Veneta - Kosten fürs Heizen mit Gas und Öl haben sich seit 2020 verdoppelt

Kosten fürs Heizen mit Gas und Öl haben sich seit 2020 verdoppelt


Kosten fürs Heizen mit Gas und Öl haben sich seit 2020 verdoppelt
Kosten fürs Heizen mit Gas und Öl haben sich seit 2020 verdoppelt / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Explodierende Heizkosten und kein Ende in Sicht: Die Kosten fürs Heizen der eigenen Wohnung mit Öl und Gas haben sich in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt, wie aus dem aktuellen Heizspiegel der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft Co2online hervorgeht. Aber auch die strombetriebenen Wärmepumpen und Holzpellets verteuerten sich deutlich. Allein Fernwärme bleibt vorerst günstig.

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"Solch ein starker Anstieg der Heizkosten wurde seit der ersten Veröffentlichung des Heizspiegels im Jahr 2005 noch nie verzeichnet", sagte Co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz. "Was im Durchschnitt schon sehr viel ist, kann im Einzelfall auch noch deutlich mehr sein." Hinzu komme: "Bei vielen Haushalten werden die höheren Kosten in diesem Jahr erst mit der Abrechnung im Jahr 2023 ankommen."

Den Berechnungen zufolge ist für eine durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung mit Gasheizung für das Jahr 2021 mit Mehrkosten von 135 Euro zu rechnen (plus 20 Prozent im Vorjahresvergleich). Für das laufende Jahr geht die Beratungsgesellschaft von weiteren Mehrkosten von 550 Euro aus (plus 67 Prozent).

Wer eine Ölheizung nutzt, muss demnach sogar 130 Prozent mehr zahlen: 320 Euro (plus 51 Prozent) zusätzlich für das vergangene Jahr und voraussichtlich 495 Euro (plus 53 Prozent) mehr für 2022. Holzpellets wurden demnach 2021 um fünf Prozent teurer und in diesem Jahr um 54 Prozent. Die Kosten für mit Strom betriebene Wärmepumpen erhöhten sich um 15 und 53 Prozent. Bei der Fernwärme blieben die Steigerungen im Rahmen: 2021 waren es elf Prozent und in diesem Jahr sind es wohl acht Prozent.

Co2online-Geschäftsführerin Loitz riet Verbraucherinnen und Verbrauchern angesichts der weiter steigenden Kosten, sich "rechtzeitig einzustellen und entsprechend zu handeln". Durch effizientes Heizen und eine energetische Sanierung ließen sich die Kosten senken. In einer Wohnung mit 70 Quadratmetern und Gaszentralheizung im Mehrfamilienhaus liege das Sparpotenzial im Schnitt bei 640 Euro pro Jahr. Bei einem Einfamilienhaus mit 110 Quadratmetern sei eine durchschnittliche Ersparnis von 1220 Euro möglich. Der kostenlose Heizkosten-Rechner von Co2online zeigt mögliche Maßnahmen.

Grundlage für den aktuellen Heizspiegel sind mehr als 190.000 Abrechnungen für das Jahr 2021 sowie aktuelle Preis- und Wetterdaten. Gründe für die steigenden Kosten sind - nicht wie in manchen Vorjahren die Temperaturen - sondern die hohen Energiepreise und bei fossilen Brennstoffen auch der CO2-Preis.

L.Bufalini--PV

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