Pallade Veneta - Umfrage: 60 Prozent der Bürger schränken sich beim Einkaufen ein

Umfrage: 60 Prozent der Bürger schränken sich beim Einkaufen ein


Umfrage: 60 Prozent der Bürger schränken sich beim Einkaufen ein
Umfrage: 60 Prozent der Bürger schränken sich beim Einkaufen ein / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Aufgrund der gestiegenen Energiepreise und der hohen Inflation schränken sich mittlerweile 60 Prozent der Bundesbürger beim Einkaufen ein. Das geht laut einem Bericht der "Welt" aus einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) hervor. Für die kommenden Monaten planen in Erwartung weiterer Preissprünge demnach sogar 76 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten, ihren Verbrauch weiter zu verringern.

Textgröße ändern:

Viele Menschen haben der Umfrage zufolge dabei keine Alternative, weil sie sonst nicht mit ihrem Geld auskommen würden. Diesen Grund nannten demnach 83 Prozent der Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1500 Euro und immerhin noch 62 Prozent der Befragten mit einem verfügbaren Monatsbudget zwischen 1500 und 3500 Euro.

Verändert hat sich das Einkaufsverhalten der Umfrage zufolge aber auch in den Haushalten, die es sich noch leisten könnten, unverändert Geld auszugeben. Demnach kaufen immerhin 71 Prozent aus dieser Gruppe trotzdem aus Sorge vor weiter steigenden Kosten weniger oder zumindest günstiger ein. Befragt wurden in der HDE-Umfrage in der letzten August- und in den ersten beiden Septemberwochen gut 1600 Verbraucherinnen und Verbraucher.

Gespart werde vor allem bei Mode und Bekleidung, aber auch bei Möbeln und Unterhaltungselektronik, hieß es. Zudem würden viele Menschen die Zahl ihrer Restaurant- und Kneipenbesuche verringern sowie weniger Urlaub und Ausflüge machen. Darüber hinaus werde auf Freizeit- und Kulturveranstaltungen wie Kino, Theater und Konzerte verzichten.

"Die Konsumstimmung ist seit Monaten im Keller, die Kunden sind mit Blick auf die großen Unsicherheiten bei Energie und Preisen sehr zurückhaltend", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Für die Unternehmen sei das eine große Herausforderung. "Denn nach zwei extrem fordernden und für viele wirtschaftlich schwierigen Jahren der Pandemie müssen sie zudem auch im eigenen Betrieb mit den exorbitant steigenden Energiekosten zurechtkommen." Genth drängte daher auf mehr staatliche Wirtschaftshilfen.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Textgröße ändern: