Pallade Veneta - Ifo: Mehr Firmen wollen Preise erhöhen - Zahl im September nochmal gestiegen

Ifo: Mehr Firmen wollen Preise erhöhen - Zahl im September nochmal gestiegen


Ifo: Mehr Firmen wollen Preise erhöhen - Zahl im September nochmal gestiegen
Ifo: Mehr Firmen wollen Preise erhöhen - Zahl im September nochmal gestiegen / Foto: Daniel LEAL - AFP/Archiv

Die Zahl der Unternehmen, die in den kommenden Monaten Preiserhöhungen planen, ist zuletzt noch einmal gestiegen. Wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch mitteilte, stiegen die Preiserwartungen für die Gesamtwirtschaft im September auf 53,5 Punkte, nach 48,1 Punkten im August. Der Saldo ergibt sich, indem vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, der Anteil derer abgezogen wird, die sie senken wollen.

Textgröße ändern:

Wenn alle Firmen die Preise erhöhen wollen, ergäbe sich also ein Wert von 100 Punkten - das war im September bei den Lebensmitteln der Fall. Im August lag dieser Wert noch bei 96,9 Punkten. "Die Inflationswelle dürfte daher leider noch nicht abebben", erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Vor allem bei Gas und Strom sei "noch einiges in der Preispipeline".

Im Handel sind Preiserhöhungen vor allem in Drogerien (92,3 Punkte), bei Blumen, Pflanzen und Zoobedarf (89,6 Punkte) und Spielwaren (89 Punkte) zu erwarten. In der Industrie liegen die Bekleidungshersteller weit vorn (83,5). Hoch sind die Zahlen auch in der Gastronomie (87,4).

Durch die Branchen hinweg haben Firmen derzeit mit hohen Beschaffungs- und Energiekosten zu kämpfen - zum Teil geben sie diese über Preiserhöhungen an die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter. Ein weiterer Faktor dürfte der zum Oktober angestiegene Mindestlohn sein. Eine Anfang September veröffentlichte Ifo-Umfrage hatte ergeben, dass gut 30 Prozent der Firmen direkt betroffen sind, weil sie derzeit teilweise weniger als zwölf Euro pro Stunde zahlen. 58,3 Prozent von ihnen planten demnach Preiserhöhungen.

M.Romero--PV

Empfohlen

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Textgröße ändern: