Pallade Veneta - Verdi ruft vor zweitem "Prime Day" des Jahres zu Streik bei Amazon auf

Verdi ruft vor zweitem "Prime Day" des Jahres zu Streik bei Amazon auf


Verdi ruft vor zweitem "Prime Day" des Jahres zu Streik bei Amazon auf
Verdi ruft vor zweitem "Prime Day" des Jahres zu Streik bei Amazon auf / Foto: Angela Weiss - AFP/Archiv

Mit Blick auf die zum zweiten Mal in diesem Jahr stattfindende Verkaufskampagne "Prime Day" beim Internethändler Amazon hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an zwei Logistikzentren in Nordrhein-Westfalen zum Streik aufgerufen. Die Beschäftigten in den Zentren in Werne und Dortmund würden mit Beginn der Nachtschicht von Mittwoch auf Donnerstag zur Niederlegung ihrer Arbeit aufgerufen, kündigte Verdi am Mittwochabend an. Die Gewerkschaft fordert von Amazon die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen und den Abschluss eines Tarifvertrags "Gute und gesunde Arbeit".

Textgröße ändern:

Ein Amazon-Sprecher verwies am Mittwochabend auf eine Gehaltserhöhung, die alle Beschäftigten an Logistikstandorten des Unternehmens ab September erhielten. Er erklärte zudem, Amazon erwarte keine Auswirkungen für seine Kunden.

Bereits im Juli hatte Verdi anlässlich des ersten "Prime Day" in diesem Jahr an mehreren Amazon-Verteilzentren zum Streik aufgerufen. Der nun erstmals zum zweiten Mal in einem Jahr stattfindende "Prime Day" beschere Amazon "eine enorme Umsatzsteigerung und viel Publicity", für die Beschäftigten bedeute er aber "ein erhöhtes Arbeitsaufkommen und damit verbunden Zeitdruck und Hetze bei der Arbeit", erklärte Silke Zimmer, Landesfachbereichsleiterin Handel für Verdi in Nordrhein-Westfalen. Es gebe "für die Beschäftigten keine Atempause, bevor es mit Vollgas ins Weihnachtsgeschäft geht". Dies gehe zu Lasten der Gesundheit.

Die Amazon-Beschäftigten hätten es "mehr als verdient, tariflich entlohnt zu werden", ergänzte Zimmer. Dies bedeute "die Anerkennung ihrer Leistungen und die Absicherung ihrer Gehälter für die Zukunft".

Die besonderen Verkaufstage "Prime Day", bei denen Amazon nach eigenen Angaben Kunden seines "Prime"-Dienstes exklusive Rabatte gewährt, finden am 11. und 12. Oktober statt.

M.Romero--PV

Empfohlen

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Textgröße ändern: