Pallade Veneta - Bericht: Steuerentlastung fällt inflationsbedingt höher aus als bisher geplant

Bericht: Steuerentlastung fällt inflationsbedingt höher aus als bisher geplant


Bericht: Steuerentlastung fällt inflationsbedingt höher aus als bisher geplant
Bericht: Steuerentlastung fällt inflationsbedingt höher aus als bisher geplant / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP/Archiv

Die von der Regierung beschlossene Steuerentlastung dürfte inflationsbedingt höher ausfallen als bisher in dem betreffenden Gesetzentwurf vorgesehen. Dadurch würde die Entlastung für eine vierköpfige Familie mit einem Bruttoeinkommen von rund 66.000 Euro nun im kommenden Jahr bei 928 Euro und damit um 204 Euro höher liegen, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Freitag unter Berufung auf interne Berechnungen des Bundesfinanzministeriums.

Textgröße ändern:

Hintergrund ist demnach die aktuelle Inflationsprognose von 8,8 Prozent. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte bereits angekündigt, dass der tatsächliche Wert für die Inflation in dem Gesetz berücksichtigt werden solle, das sich derzeit in der parlamentarischen Beratung befindet. Es soll insbesondere dem Ausgleich der sogenannten kalten Progression dienen. Diese beschreibt den Effekt, dass Gehaltserhöhungen in Verbindung mit der Inflation durch höhere Steuersätze wieder aufgezehrt werden.

Als Lindner die Steuerpläne Anfang August vorgestellt hatte, war noch von einer Preissteigerung von rund sechs Prozent ausgegangen worden. Für einen Single mit einem Bruttoeinkommen von knapp 29.000 Euro würde die Steuerlast dem RND zufolge durch die neuen Pläne nun um insgesamt 220 Euro sinken, 93 Euro mehr als bisher geplant.

Das Gesetz sieht eine Anpassung des Einkommenssteuertarifs an die Inflationsrate vor. Zudem sollen der Kinderfreibetrag und das Kindergeld erhöht werden.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Textgröße ändern: