Pallade Veneta - Scholz stellt sich hinter Pläne für Nachfolge für Neun-Euro-Ticket

Scholz stellt sich hinter Pläne für Nachfolge für Neun-Euro-Ticket


Scholz stellt sich hinter Pläne für Nachfolge für Neun-Euro-Ticket
Scholz stellt sich hinter Pläne für Nachfolge für Neun-Euro-Ticket / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich hinter die Pläne für eine Nachfolgeregelung für das Neun-Euro-Ticket gestellt. Zwar sei hierfür "noch viel Arbeit" zu tun, die Einigung der Verkehrsminister von Bund und Ländern "auf eine Anschlusslösung zum Preis von 49 Euro" sei aber aus seiner Sicht "erstmal eine sehr gute Nachricht", sagte Scholz auf dem Gewerkschaftstag der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Sonntag in Berlin.

Textgröße ändern:

Scholz wies darauf hin, dass das Neun-Euro-Ticket gerade wegen seiner einfachen Gestaltung "sehr gut angenommen" worden sei. Erstmals sei es möglich gewesen, zu einem günstigen Preis alle Nahverkehrsverbünde mit nur einem Ticket zu nutzen, was die Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel deutlich gesteigert habe. "Darum wollen wir dauerhaft ein digitales ÖPNV-Abo einführen", sicherte der Kanzler zu. "Der Bund ist dazu bereit, dafür Geld einzusetzen."

Mit Blick auf die von den Ländern als Voraussetzung für das 49-Euro-Ticket genannten zusätzlichen Finanzmittel des Bundes legte sich Scholz allerdings ebenso wenig fest wie darauf, dass es letztlich beim Preis von 49 Euro für das bundesweit gültige Ticket bleiben werde. Bislang hat die Bundesregierung dafür 1,5 Milliarden Euro jährlich eingeplant, aus Sicht der Länder sind aber weitere Mittel zum Ausgleich der hohen Energiekosten und für den Ausbau des Bahn-Angebots notwendig.

Das Neun-Euro-Ticket war für die Monate Juni bis August im Rahmen der Entlastungspakete der Regierung zunächst nur befristet angeboten worden. Die Nachfolgeregelung soll möglichst zum 1. Januar starten.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Textgröße ändern: