Pallade Veneta - Habeck: EU braucht "starke Antwort" auf massive US-Subventionen

Habeck: EU braucht "starke Antwort" auf massive US-Subventionen


Habeck: EU braucht "starke Antwort" auf massive US-Subventionen
Habeck: EU braucht "starke Antwort" auf massive US-Subventionen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat eine "starke Antwort" auf europäischer Ebene auf das massive Subventionsprogramm der US-Regierung für die dortige Industrie gefordert. "Unternehmen werden aus Europa in die USA gelockt mit diesen Subventionen", sagt Habeck am Mittwoch nach Beratungen mit Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire. Auch der Franzose zeigte sich "sehr besorgt" über drohende Wettbewerbsverzerrungen in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen.

Textgröße ändern:

Es sei zwar ein gutes Zeichen, "dass die USA jetzt den Klimawandel mit einem starken Paket bekämpfen", sagte Habeck weiter. "Aber dieses Paket darf die fairen Wettbewerbsbedingungen zwischen den USA und der EU nicht zerstören." Es dürfe keinen weiteren transatlantischen Handelskrieg geben, warnte er mit Blick auf die Spannungen während der US-Präsidentschaft von Donald Trump.

"Wir müssen alle Möglichkeiten mit den EU-Partnern ausloten", sagte Le Maire. "Dabei geht es nicht um ein 'wie du mir, so ich dir'". Es müsse in erster Linie mit der US-Regierung gesprochen werden, um ihnen klar zu machen, "dass wir nicht von diesen Entscheidungen getroffen werden wollen".

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden sieht im Rahmen des sogenannten Inflationsreduktionsgesetzes massive Unterstützung wie Steuergutschriften für Unternehmen vor, die in den USA produzieren. In diesem Zusammenhang hatte etwa der Autobauer Tesla erklärt, seine Pläne für den Bau einer Batterienfabrik im brandenburgischen Grünheide zu überdenken.

Habeck hatte in den vergangenen Wochen wiederholt vor den Folgen für die europäische Wirtschaft durch die US-Staatshilfen gewarnt. Bei seinem französischen Amtskollegen traf er damit offenbar auf offene Ohren. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), der ebenfalls an dem deutsch-französischen Ministertreffen teilnahm, sprach sich dafür aus, die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Binnenmarktes zu stärken - dann "müssen wir uns vor dem US-Inflationsreduktionsgesetz nicht fürchten".

D.Bruno--PV

Empfohlen

Entscheidung über Schadenersatzklage nach Germanwings-Absturz

Mehr als elf Jahre nach der Germanwings-Katastrophe entscheidet das Landgericht Braunschweig am Dienstag (11.00 Uhr) über eine Schadenersatzklage von 30 Hinterbliebenen gegen den deutschen Staat. Die Kläger werfen dem in der niedersächsischen Stadt ansässigen Luftfahrtbundesamt vor, dass nicht genügend überwacht worden sei, ob der Kopilot flugtauglich sei. Der Staat habe somit seine Amtspflichten verletzt. Sie fordern Schadenersatz zwischen 500 und 110.000 Euro.

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Textgröße ändern: