Pallade Veneta - Erholung im deutschen Luftverkehr hinkt im europäischen Vergleich hinterher

Erholung im deutschen Luftverkehr hinkt im europäischen Vergleich hinterher


Erholung im deutschen Luftverkehr hinkt im europäischen Vergleich hinterher
Erholung im deutschen Luftverkehr hinkt im europäischen Vergleich hinterher / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Der Flugverkehr erholt sich in Deutschland langsamer von den Folgen der Coronapandemie als in anderen europäischen Ländern. Das berichtete der nationale Flughafenverband ADV am Freitag in Berlin unter Verweis auf die Passagierzahlen für die ersten drei Quartale des laufenden Jahres. Demnach lag die Zahl der Reisenden in den ersten neun Monaten in Deutschland noch 25 Prozent unter Vorkrisenniveau, während im gesamten europäischen Luftverkehrsmarkt nur zwölf Prozent dazu fehlten.

Textgröße ändern:

"Der deutsche Luftverkehrsmarkt hinkt bei der Erholung hinterher", resümierte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Dadurch sei auch die Freude über das starke Passagierwachstum im Vergleich zu dem noch stark von der Pandemie geprägten Vorjahr 2021 "stark getrübt". Deutschland werde im europäischen Wettbewerb um neue Strecken für Airlines als Standort zunehmend unattraktiv, kritisierte er. Die Ursache seien Steuern und Gebühren für den Luftverkehr.

Laut ADV stieg die Zahl der in den ersten drei Quartalen 2022 an deutschen Flughäfen gezählten Passagiere im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um etwa 150 Prozent auf rund 122,7 Millionen an. Im Vergleich zum Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 bedeutete dies allerdings noch immer ein Minus von rund 36 Prozent. Sämtliche Streckenbereiche legten demnach massiv zu, am stärksten der Interkontinentalverkehr mit einem Passagierplus von rund 224 Prozent.

Kritisch verwies der Flughafenverband zugleich auf eine deutlich schnellere Aufholbewegung in anderen europäischen Flugverkehrsmärkten. So lägen die spanischen und italienischen Flughäfen inzwischen nur noch 7,4 Prozent und 8,5 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Griechenland vermelde bereits ein Passagierplus von 5,8 Prozent.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Entscheidung über Schadenersatzklage nach Germanwings-Absturz

Mehr als elf Jahre nach der Germanwings-Katastrophe entscheidet das Landgericht Braunschweig am Dienstag (11.00 Uhr) über eine Schadenersatzklage von 30 Hinterbliebenen gegen den deutschen Staat. Die Kläger werfen dem in der niedersächsischen Stadt ansässigen Luftfahrtbundesamt vor, dass nicht genügend überwacht worden sei, ob der Kopilot flugtauglich sei. Der Staat habe somit seine Amtspflichten verletzt. Sie fordern Schadenersatz zwischen 500 und 110.000 Euro.

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Textgröße ändern: