Pallade Veneta - Klimabeauftragte Morgan: Fracking in Deutschland "ausgeschlossen"

Klimabeauftragte Morgan: Fracking in Deutschland "ausgeschlossen"


Klimabeauftragte Morgan: Fracking in Deutschland "ausgeschlossen"
Klimabeauftragte Morgan: Fracking in Deutschland "ausgeschlossen" / Foto: DAVID MCNEW - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Die deutsche Sonderbeauftragte für internationalen Klimaschutz, Jennifer Morgan, erteilt Forderungen der FDP nach Fracking in Deutschland eine Absage. "Das ist ausgeschlossen", sagte die Staatssekretärin im Auswärtigen Amt dem "Spiegel" laut Vorabmeldung vom Freitag. Zuvor hatte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai die Forderung seiner Partei bekräftigt, die Technologie zur Gasförderung hierzulande zu nutzen.

Textgröße ändern:

Beim Fracking wird in tief liegenden Gesteinsschichten enthaltenes Erdgas mit Chemikalien und Druck extrahiert. Seit 2017 ist in Deutschland eine solche Ausbeutung von Gasvorkommen in Schiefer- und Kohleflözschichten verboten, weil eine Gefährdung unter anderem für das Grundwasser angenommen wird.

"Fracking hat eine Reihe von negativen Umweltfolgen, die Produktion ist auch verglichen mit anderem Gas besonders klimaschädlich", sagte Morgan dazu dem "Spiegel".

Auch das Umweltbundesamt bekräftigte die Ablehnung der Technologie. Wegen der hohen Erdgaspreise scheine Fracking aktuell zwar verlockend, sagte die Vizepräsidentin der Behörde, Lilian Busse, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Aus unserer Sicht kann die Schiefergasförderung in Deutschland jedoch weder kurzfristig zur Vermeidung von Gasmangellagen beitragen, noch hat sie als fossile Technik eine mittel- und langfristige Perspektive in einer treibhausgasneutralen Energieversorgung."

Busse wies zudem darauf hin, dass durch den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energie und die Transformation im Industrie- und Gebäudesektor der Gasbedarf in den kommenden Jahren rasch sinken werde. Das gelte dann auch für den Preis.

"Mit dem Einstieg in die Schiefergasförderung in Deutschland würde das falsche Signal für die Transformation der Energieversorgung gesendet", warnte Busse. "Es bedarf keiner neuen fossilen Energiequellen, die nicht kompatibel mit unseren Klimaschutzverpflichtungen sind."

Dagegen hält die FDP an ihrer Forderung fest. Das in Deutschland geltende Fracking-Verbot sei "unredlich, ideologisch motiviert und nützt dem Klima überhaupt nichts", sagte Generalsekretär Djir-Sarai dem Berliner "Tagesspiegel". Es sei "Heuchelei, wenn wir Deutschen nun massenweise gefracktes Gas aus den USA oder Kanada importieren wollen, uns aber gleichzeitig vehement weigern, die Technik im eigenen Land anzuwenden".

Die Klimabilanz von in Deutschland per Fracking gewonnenem Gas würde im Vergleich "erheblich besser" aussehen, "weil der Transport um die halbe Welt unterbleibt", argumentierte Djir-Sarai. Zuvor hatte bereits FDP-Chef Christian Lindner für Fracking in Deutschland geworben, was auf Widerspruch insbesondere der Grünen stieß.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Haushaltslage in Frankreich und politische Unsicherheit setzen Euro unter Druck

Sorgen über die hohe Staatsverschuldung in Frankreich haben den Euro auf den tiefsten Stand seit fast anderthalb Jahren sinken lassen. Gegenüber dem Dollar fiel der Wert der Gemeinschaftswährung am Montag auf den niedrigsten Kurs seit Mai 2025. Ein geringerer Eurokurs verteuert Treibstoffimporte, da diese international vor allem in Dollar gehandelt werden - zugleich werden für die deutsche Exportwirtschaft die Bedingungen auf dem Weltmarkt dadurch günstiger.

Preisabstand zwischen neuen E-Autos und Verbrennern laut Auswertung geschrumpft

Der Preisunterschied zwischen neuen E-Autos und Verbrennern ist nach Untersuchungen des Centers Automotive Research (CAR) zuletzt kleiner geworden. Im September betrug die Differenz 2124 Euro, wie das CAR am Dienstag in Bochum mitteilte. Zudem ist demnach damit zu rechnen, "dass in den nächsten Monaten der Preisdruck auf die älteren Modelle durch das größere Angebot kompakter, neuer Elektroautos weiter steigt".

Umwelthilfe: Vier von fünf Bussen in deutschen Großstädten fahren noch mit Diesel

In den 40 größten Städten Deutschlands sind laut Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vor allem Diesel-Busse unterwegs - in manchen sogar ausschließlich. Insgesamt fahren noch fast 80 Prozent der Busse in den 40 Großstädten mit Dieselantrieb, teilte die DUH am Dienstag mit. Fast die Hälfte der Städte plane außerdem bis 2030 die Beschaffung neuer Verbrenner-Busse. Die DUH kritisierte, dass die Bundesregierung ausgerechnet die Förderung von Elektrobussen kürze.

ALEX BODI TREIBT EXPANSION VORAN: ALIX-LASERS-SHOWROOM IN BUKAREST GEPLANT

Der rumänische Geschäftsmann Alex Bodi verbindet internationale Kontakte mit konkreten Investitionen im hohen Millionenbereich und neuen Geschäftsfeldern. Am 19. September 2026 besuchte Bodi ALIX LASERS in Deutschland, einen weltweit führenden Hersteller KI-gestützter Beauty-Lasersysteme, und führte mit dem Head of Operations Dieter Eitner intensive sowie abschließende Vertragsgespräche über die Eröffnung eines Showrooms in Bukarest noch im laufenden Jahr 2026. Das Vorhaben könnte zu einem weiteren Meilenstein des branchenübergreifenden Expansionskurses von Bodi werden.

Textgröße ändern: