Pallade Veneta - In Coronapandemie wurden weniger Kinder gegen andere Krankheiten geimpft

In Coronapandemie wurden weniger Kinder gegen andere Krankheiten geimpft


In Coronapandemie wurden weniger Kinder gegen andere Krankheiten geimpft
In Coronapandemie wurden weniger Kinder gegen andere Krankheiten geimpft / Foto: FRED TANNEAU - AFP/Archiv

In der Coronapandemie sind in Deutschland deutlich weniger Kinder und Jugendliche gegen andere ansteckende Krankheiten geimpft worden. Im vergangenen Jahr sank der Anteil der Kinder, die wenigstens eine Schutzimpfung erhielten, im Vergleich zu 2019 um elf Prozent, wie die Krankenkasse DAK am Montag in Hamburg mitteilte. Hochgerechnet auf die Bevölkerung wurden damit rund 680.000 weniger Mädchen und Jungen geimpft.

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Die Quote der Erstimpfungen bei der Vierfachimpfung gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus und Kinderlähmung sank demnach mit 31 Prozent besonders stark. Unter Berücksichtigung aller Impfdosen sowie der Auffrischungsimpfungen ging die Quote bei dieser Vierfachimpfung um 23 Prozent zurück. Damit wurden 2021 rund 166.000 weniger Kinder und Jugendliche geimpft.

Gegen Meningokokken C, die eine Hirnhautentzündung oder Sepsis verursachen können, wurden 200.000 oder 19 Prozent weniger Kinder und Jugendliche geimpft als im Jahr vor der Pandemie. Auch bei HPV-Impfungen zur Krebsvorsorge sanken die Impfzahlen um 13 Prozent.

Bei der Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln ging die Impfquote im vergangenen Jahr ebenfalls um 18 Prozent zurück. Gleichzeitig stieg allerdings die Vierfachimpfung gegen Masern, Mumps, Röteln und zusätzlich Windpocken um 18 Prozent, so dass der Rückgang ausgeglichen wurde.

Auch die Zahlen bei der Erstimpfung gegen Pneumokokken blieben während der Pandemie weitestgehend konstant. Ausgewertet wurden Abrechnungsdaten von rund 782.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von bis zu 17 Jahren, die bei der DAK-Gesundheit versichert sind.

E.Magrini--PV

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