Pallade Veneta - Speicher-Betreiber halten Gasmangellage im Winter für "äußerst unwahrscheinlich"

Speicher-Betreiber halten Gasmangellage im Winter für "äußerst unwahrscheinlich"


Speicher-Betreiber halten Gasmangellage im Winter für "äußerst unwahrscheinlich"
Speicher-Betreiber halten Gasmangellage im Winter für "äußerst unwahrscheinlich" / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Betreiber der Gasspeicher in Deutschland blicken optimistisch auf die kommenden Monate: Das Land werde "gut durch den Winter kommen", erklärten sie am Freitag in Berlin. Theoretisch könnten Gasmangellagen zwar "noch nicht vollständig ausgeschlossen werden" - angesichts der aktuellen Wetterprognosen seien solche Mangellagen aber "äußerst unwahrscheinlich". Auch für den kommenden Winter könnten die Speicher wieder "umfangreich" befüllt werden". Abhängig sei dies vor allem von den LNG-Importen nach Europa.

Textgröße ändern:

Die aktuell 14 Speicherbetreiber sind in der Initiative Energien Speichern (Ines) zusammengeschlossenen. Sie repräsentieren nach eigenen Angaben über 90 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazitäten und entwickeln aktuell auch Untergrund-Wasserstoffspeicher.

Ines berechnete drei Szenarien für die Gasversorgung in diesem und im nächsten Winter - im ersten Szenario werden "normale" Temperaturen wie im Winter 2016 in Europa zugrunde gelegt, im zweiten "warme" Temperaturen wie 2020 und im dritten "kalte" wie im Winter 2010. Basis sind die Füllstände am 1. November - da waren die Speicher zu 99 Prozent voll.

Bei warmen Temperaturen - plus 4,5 Grad Celsius im Monatsmittel im Januar - würde der Füllstand im März bei 57 Prozent liegen; bei kalten Temperaturen - minus 4,6 Grad Celsius - läge er schon Ende Januar fast bei null. Das von der Regierung vorgegebene Ziel eines Füllstands von 40 Prozent zum Februar sei bei kalten Temperaturen entsprechend "herausfordernd", erklärte Ines.

Mit Blick auf den nächsten Winter 2023/2024 trifft die Initiative weitere Annahmen: Flüssigerdgas (LNG) stehe dem EU-Binnenmarkt dann "in großem Umfang" zur Verfügung - die Betreiber verweisen hier auch auf die neuen LNG-Terminals, die in Deutschland gerade gebaut werden und im Januar in Betrieb gehen sollen.

Dazu kommt laut Modellrechnung weiter Gas aus Frankreich und über die Baltic Pipe aus Norwegen - und weiterhin auch welches aus Russland, und zwar über die Ukraine, die Türkei und Litauen. Weitere Annahme ist der in diesem Jahr schon beträchtlich gesunkene Verbrauch, und zwar unabhängig von der Temperatur.

Die Befüllung der Speicher vor dem nächsten Winter ist laut Ines vor allem aber von den Füllständen abhängig, die sich nach diesem Winter ergeben. "Eine Erreichung der Befüllungsziele (85 Prozent zu Oktober und 95 Prozent zu November) ist gut möglich."

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Kein "Freund" für Kinder: New York verbietet Minderjährigen Nutzung von KI-Begleitern

Der Bundesstaat New York hat ein Jugendschutz-Verbot zur Nutzung von KI-Chatbots eingeführt, die als eine Art Freund oder Gefährte fungieren. Gouverneurin Kathy Hochul unterzeichnete am Mittwoch (Ortszeit) ein Gesetz, das Anbietern von Künstlicher Intelligenz (KI) wie OpenAI eine Alterskontrolle bei sogenannten KI-Begleitern vorschreibt. Wenn ein KI-Chatbot von Minderjährigen genutzt wird, darf die Software demnach keine Inhalte erzeugen, die den Eindruck erwecken, sie sei "menschlich oder lebending oder empfinde menschliche Emotionen".

Hoher Rohölpreis: Europäische Ölkonzerne fahren hohe Milliardengewinne ein

Europäische Ölkonzerne profitieren von den hohen Preise für Rohöl aufgrund des Iran-Kriegs. Die Unternehmen Shell in Großbritannien, TotalEnergies in Frankreich und Repsol in Spanien meldeten am Donnerstag Milliardengewinne im dritten Quartal. Shell machte von Juli bis September von Juli bis September einen Gewinn von 12,1 Milliarden Dollar (10,9 Milliarden Euro), mehr als doppelt so viel wie im Vorquartal.

Volkswagen macht im dritten Quartal 5,82 Milliarden Euro Verlust

Die Krise bei Volkswagen verschärft sich: Im dritten Quartal machte der Automobilkonzern einen Verlust von 5,82 Milliarden Euro, wie er am Donnerstag mitteilte. Das ist mehr als fünf Mal so hoch wie im Vorjahresquartal mit 1,07 Milliarden Euro. Der Umsatz im dritten Quartal sank im Vorjahresvergleich um 6,3 Prozent auf 75,3 Milliarden Euro, der Absatz von 2,2 Millionen Fahrzeugen auf 1,88 Millionen.

Trotz KI-Skepsis bei Investoren: Tech-Gigant Samsung meldet Rekord-Quartalsgewinn

Die enorme Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen hat dem südkoreanischen Tech-Unternehmen Samsung im vergangenen Quartal einen Rekordgewinn beschert. Für den Zeitraum von Juli bis September meldete das Unternehmen am Donnerstag ein Plus von 80,5 Milliarden Dollar (72,2 Milliarden Euro) – ein Anstieg um mehr als 780 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die starke Nachfrage nach Servern habe "zu höheren Marktpreisen in allen Anwendungsbereichen" geführt, erklärte das Unternehmen.

Textgröße ändern: