Pallade Veneta - Zaunkönig und Türkentaube kommen häufiger in Deutschlands Gärten

Zaunkönig und Türkentaube kommen häufiger in Deutschlands Gärten


Zaunkönig und Türkentaube kommen häufiger in Deutschlands Gärten
Zaunkönig und Türkentaube kommen häufiger in Deutschlands Gärten / Foto: Sebastien BERGER - AFP/Archiv

Zaunkönig und Türkentaube kommen in diesem Winter häufiger in Deutschlands Gärten. Von diesen Vögeln seien bei der sogenannten Stunde der Wintervögel 38 beziehungsweise 27 Prozent mehr gezählt worden als im vergangenen Jahr, teilte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Mittwoch in Berlin in einer Zwischenbilanz der Aktion mit. Bislang hätten mehr als 77.000 Menschen mitgezählt und knapp 1,9 Millionen Vögel gemeldet.

Textgröße ändern:

Pro Garten waren es im Schnitt 33,9 Vögel und damit weniger als 2022 - vor einem Jahr waren 35,5 Tiere gemeldet worden. Dabei wurden eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park gezählt. Dass es diesmal weniger waren, führt der Nabu auf den milden Winter und das sogenannte Mastjahr zurück.

"Wie wir bereits vermutet hatten, haben sich typische Wintergäste aus Nord- und Osteuropa wie der Bergfink weniger häufig am Futterhaus gezeigt als letztes Jahr", erklärte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Vermutlich seien sie wegen des milden Winters in ihren Brutgebieten geblieben.

Typische Waldvogelarten wie Buchfink, Eichelhäher, Buntspecht und Kernbeißer seien ebenfalls weniger häufig gezählt worden. Wegen des Mastjahrs, in dem die Bäume im Wald besonders viel tragen, hätten diese Vögel dort möglicherweise so viel Nahrung, dass sie weniger zu den menschlichen Siedlungen kämen.

Die Türkentaube werde in den vergangenen Jahren immer häufiger gesichtet. "Als Profiteur steigender Temperaturen brütet die Art wahrscheinlich immer erfolgreicher in den warmen Sommern", vermutete Miller.

Der Zaunkönig wurde besonders oft in Schleswig-Holstein gesehen. Er habe sich auch schon in den vergangenen Jahren in frostarmen, küstennahen Regionen besonders wohl gefühlt.

Die am häufigsten zu sehenden Vögel in deutschen Gärten sind laut Zwischenbilanz wie schon 2022 Haussperling, Kohlmeise und Blaumeise. Der Nabu wies darauf hin, dass Beobachtungen noch bis zum 16. Januar gemeldet werden könnten.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Iranischer Regisseur Panahi fürchtet Opferung des iranischen Volkes bei Atomgesprächen

Der preisgekrönte iranische Filmemacher Jafar Panahi hat die Sorge geäußert, die Interessen des iranischen Volkes könnten bei den Gesprächen zwischen Vertretern der USA und des Iran am Freitag im Oman geopfert werden. "Das Volk hat in diesen Verhandlungen keinen Vertreter, und seine Interessen werden nie berücksichtigt", sagte Panahi am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Paris. Das iranische Volk könne "leicht" geopfert werden.

Stadtameisen bei Futter weniger wählerisch - Hinweis für Stresspegel

Stadtameisen sind beim Futter weniger wählerisch als ihre Artgenossen auf dem Land. Dass sich Ameisen in Großstädten mit verdünnter Nahrung begnügen, könnte Forschern zufolge ein möglicher Hinweis für Stress in städtischen Ökosystemen sein, wie die Freie Universität Berlin am Donnerstag berichtete.

Opfer unter Drogen gesetzt? Sohn von Mette-Marit weist Vorwürfe zurück

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in Norwegen hat Marius Borg Hoiby Vorwürfe zurückgewiesen, dass er andere Menschen ohne deren Wissen unter Drogen gesetzt habe. Er habe "noch nie jemanden unter Drogen gesetzt - so weit ich weiß", sagte der 29-Jährige am Donnerstag vor Gericht. Zuvor hatte eine der von ihm mutmaßlich vergewaltigten Frauen die Überzeugung geäußert, dass ihr ohne ihr Wissen Drogen verabreicht worden waren.

Entführung ihrer Mutter: US-Starmoderatorin wendet sich unter Tränen an die Täter

Die Entführung der Mutter einer landesweit bekannten Star-Moderatorin bewegt derzeit die USA - nun hat Savannah Guthrie unter Tränen an die Entführer appelliert: "Wir wollen von Ihnen hören und sind bereit, Ihnen zuzuhören", sagte die Moderatorin der NBC-Morgensendung "Today" in einem am Mittwochabend (Ortszeit) veröffentlichten Video. Zugleich forderte sie Beweise dafür, dass ihre 84-jährige Mutter noch lebt.

Textgröße ändern: