Pallade Veneta - Kinobesucher randalieren in Essen bis Filmabbruch - Ähnliche Fälle in Frankreich

Kinobesucher randalieren in Essen bis Filmabbruch - Ähnliche Fälle in Frankreich


Kinobesucher randalieren in Essen bis Filmabbruch - Ähnliche Fälle in Frankreich
Kinobesucher randalieren in Essen bis Filmabbruch - Ähnliche Fälle in Frankreich / Foto: Bo Amstrup - Ritzau Scanpix/AFP

In einem Kino in Essen haben am Samstagabend Besucher bis zum Abbruch einer Filmvorführung randaliert. Gäste seien während der Vorstellung aufgestanden und über die Sitze geklettert, teilte die Polizei mit. Das Personal habe den Film gestoppt und die rund 440 Zuschauer aus dem Saal beordert.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Polizei könnte es einen Zusammenhang mit einem Trend auf der Kurzvideo-Plattform Tiktok geben. In Bremen und mehreren französischen Städten kam es zu ähnlichen Vorfällen.

Die Gäste in der Ruhrgebietsstadt Essen warfen der Polizei zufolge auch Snacks durch den Kinosaal. "Da die Stimmung aufgeheizt war und noch knapp 40 Besucher das Kino nicht verlassen wollten, rückten mehrere Streifenwagen der Polizei an", hieß es in der Mitteilung weiter. Die Beamten hätten das Hausrecht des Kinos durchgesetzt.

Laut der Essener Polizei zeigten einige Besucher ein "derart asoziales Verhalten, welches dazu führen soll, einen Kinofilm abbrechen zu lassen. "Dass man hierdurch vielen anständigen Leuten den Abend vermiest, scheint die angehenden 'Social Media-Stars' und Möchtegern-'Influencer' nicht im Geringsten zu interessieren", kritisierte die Polizei.

Straftaten wurden den Angaben zufolge bei dem Vorfall in Essen allerdings nicht festgestellt. Es könnten aber Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden.

Ein ähnlicher Vorfall wie in Essen wurde auch aus einem Kino in Bremen gemeldet. Mehrere junge Besucher hätten einander am Samstagabend mit Popcorn und Nachos beworfen, teilte die Polizei in der Hansestadt mit. Es sei zu "Rangeleien und Tumulten" innerhalb und außerhalb des Kinos gekommen. Die Filmvorführungen wurden abgebrochen. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit einem "Großaufgebot" im Einsatz.

Auch im Nachbarland Frankreich gab es Randale in Kinos. Seit dem Erscheinen des US-Films "Creed III" gab es laut Medienberichten bereits mehrere Polizeieinsätze wegen Zusammenstößen zwischen Jugendlichen in französischen Kinos. Auch der Vorfall in Essen ereignete sich laut Polizei während einer Vorführung von "Creed III", die Bremer Polizei machte keine Angaben zum gezeigten Film.

Am Samstagnachmittag kam es unter anderem zu einer Prügelei in einem Großkino der südostfranzösichen Stadt Saint-Étienne. Nach Angaben von Polizei und Kinobetreiber wurde die Vorstellung abgebrochen und der Saal geräumt. Von 300 Zuschauern habe die Polizei 20 festgenommen, teilte ein Mitarbeiter des Kinos der Nachrichtenagentur AFP mit.

"Wir waren nicht in der Lage, die Ruhe wiederherzustellen", fügte er hinzu. Die Polizei habe eingreifen müssen, um die Zusammenstöße zu beenden, bei denen Flaschen geworfen worden seien. Eine Flasche habe einen Sicherheitsmitarbeiter am Kopf getroffen, erklärte der Kino-Vertreter. Am selben Tag gab es auch in den nordostfranzösischen Städten Thionville und Charleville-Mézières Festnahmen wegen Randale in Kinos.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Umfrage: Gut jeder Fünfte will sich im Urlaub digitale Auszeit nehmen

Gut jeder Fünfte, der in diesem Jahr einen Sommerurlaub plant, will sich einer Umfrage zufolge währenddessen eine digitale Auszeit nehmen. Im Schnitt soll die bewusste Pause von digitalen Geräten knapp drei Tage dauern, wie der Digitalverband Bitkom am Freitag mitteilte. 13 Prozent planen allerdings nur einen Tag dafür ein. Mehr als eine Woche lang will nur ein Prozent verzichten.

Merz ruft 65 Jahre nach Mauerbau zu Einsatz für Demokratie auf

65 Jahre nach Beginn des Mauerbaus hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. "Die Lektion der Mauer bleibt: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen immer dafür kämpfen", schrieb Merz am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst X. Er wies zugleich darauf hin, dass die Menschen heute "in Frieden und Freiheit" leben könnten: Deutschland sei inzwischen länger vereint, als es durch die Mauer geteilt gewesen sei.

Ausgetrocknete Wasserstellen: Hitze wird auch für Wildtiere zur Gefahr

Wegen ausgetrockneter Wasserstellen und Teiche wird die Hitze in Deutschland auch für Wildtiere zur Gefahr. "Die Kombination aus extremer Hitze und anhaltender Trockenheit ist für viele Wildtiere eine lebensbedrohliche Herausforderung", erklärte Paulina Kuhn vom Deutschen Tierschutzbund am Donnerstag in Bonn. Wenn selbst im Wald natürliche Bäche, Teiche und kleine Wasserstellen austrockneten, fehle es den Tieren an Möglichkeiten zum Trinken und Abkühlen.

Autobahn bei Mannheim wird wegen ausgebrochener Schafherde gesperrt

Weil eine ausgebrochene Schafherde auf die Fahrbahn lief, ist die Autobahn 659 im Grenzgebiet von Hessen und Baden-Württemberg vorübergehend gesperrt worden. Schon vorher fuhr aber ein Auto in ein Schaf, wie die Polizei in Mannheim am Donnerstag mitteilte. Das Tier wurde bei dem Unfall tödlich verletzt, der Autofahrer blieb unverletzt. Am Wagen entstand Sachschaden.

Textgröße ändern: