Pallade Veneta - Bislang geheime Akten offenbaren Sonderwünsche der Queen bei Deutschlandbesuchen

Bislang geheime Akten offenbaren Sonderwünsche der Queen bei Deutschlandbesuchen


Bislang geheime Akten offenbaren Sonderwünsche der Queen bei Deutschlandbesuchen
Bislang geheime Akten offenbaren Sonderwünsche der Queen bei Deutschlandbesuchen / Foto: Dave Chan - AFP

Einem Medienbericht zufolge offenbaren bislang unter Verschluss gehaltene Unterlagen den Aufwand, der für die Deutschlandbesuche der verstorbenen britischen Königin Elizabeth II. betrieben wurde. Das Magazin "Spiegel" konnte nach Angaben vom Montag tausende Blätter solcher Akten einsehen. Darunter waren Vermerke für die Treffen der Queen mit Bundespräsidenten und Bundeskanzlern, Briefe der Monarchin und ihrer Berater sowie Unterlagen des Protokolls.

Textgröße ändern:

Bei einem Staatsbesuch im Mai 1978 etwa hatte Elizabeth II. demnach genaue Vorstellungen von ihrem Gastgeschenk. Dem von 1974 bis 1979 amtierenden Bundespräsidenten Walter Scheel ließ sie dem Bericht zufolge den Wunsch nach zwei Pferden ausrichten - einen Holsteiner, "nicht zu hell, auf keinen Fall zu dunkel", und einen Schimmel, "möglichst weiß, auf keinen Fall schmutziges Grau".

Die Bundesregierung erfüllte ihr den Wunsch und kaufte die Tiere im Wert von umgerechnet rund 60.000 Euro. Laut "Spiegel" hatte nie zuvor bis dahin ein Staatsoberhaupt ein derart wertvolles Geschenk erhalten. Später führte das teure Präsent zu "erheblichen Beanstandungen" des Bundesrechnungshofs.

Wie das Magazin berichtet, dokumentieren die Unterlagen auch das Gerangel hinter den Kulissen. So hatte Elizabeth II. bei ihrem Besuch im Oktober 1992 eine Rede vor dem Bundestag geplant. Der Auftritt fiel jedoch aus. Die Entscheidung sei Sache des Bundestags, hieß es demnach damals. Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) werde sich "nicht einmischen".

Ein Dokument zeigt dem Bericht zufolge nun, dass das nicht stimmte: Auf dem Schreiben eines Referatsleiters an Kohl zu dem Wunsch der Queen notierte Kanzleramtschef Friedrich Bohl handschriftlich, dass Kohl sich gegen die Rede ausgesprochen hatte: "BK: nein!" In dieser Woche – mehr als 30 Jahre später – soll nun mit Charles III. erstmals ein britischer Monarch vor dem deutschen Parlament sprechen. Der König hält sich von Mittwoch bis Freitag zu einem Staatsbesuch in der Bundesrepublik auf.

C.Conti--PV

Empfohlen

Palast: Charles III. wird sich auf Karibikreise "dunkelsten Tagen" der Kolonialherrschaft stellen

Der britische König Charles III. will sich bei seiner bevorstehenden Reise in die Karibik nach Angaben eines Sprechers den "dunkelsten Tagen" der Kolonialherrschaft stellen. Der Buckingham-Palast erklärte am Freitag, Charles habe sich dafür eingesetzt, die "Fehler der Vergangenheit" und "bestehende Ungleichheiten" anzuerkennen und werde sein Engagement für diesen Prozess auf der Reise bekräftigen.

Festakt mit Steinmeier und Merz zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen

Mit einem Festakt wird am Samstag (12.00 Uhr) in Bremen der Tag der Deutschen Einheit begangen. Zuvor findet ein ökumenischer Gottesdienst statt. Als Gäste werden unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Kanzler Friedrich Merz (beide CDU) erwartet. Die Festrede wird Steinmeier halten.

Feierlichkeiten zu Tag der Deutschen Einheit beginnen in Bremen

In Bremen beginnen am Freitag (16.00 Uhr) die dreitägigen Feierlichkeiten zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit. Bis zum Sonntag gibt es in der Bremer Innenstadt und an der Weser ein Bürgerfest mit Musik, Theater und Diskussionsrunden auf mehr als hundert Bühnen. Ein musikalischer Höhepunkt ist der Auftritt der Fantastischen Vier am Samstagabend. Auf einer Ländermeile präsentieren sich die 15 anderen Bundesländer.

Ärger um Pferdeschwanz: Fußball-Star Erling Haaland geht juristisch gegen Airline vor

Fußball-Star Erling Haaland geht juristisch gegen eine norwegische Fluggesellschaft vor, weil sie mit dem für ihn zwischenzeitlich typischen Pferdeschwanz Werbung gemacht hat. Die Beschwerde gegen die Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle betreffe die "widerrechtliche Nutzung von Haalands Erkennungszeichen bei ihrer Werbung für Flugtickets während der Fußball-Weltmeisterschaft" im Sommer, teilte Haalands Anwalt Thomas Hagen am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit. Worum genau es bei der Anzeige geht, erklärte er nicht.

Textgröße ändern: