Pallade Veneta - Britischer Chefrabbiner trotz Sabbats bei Krönung von Charles III. dabei

Britischer Chefrabbiner trotz Sabbats bei Krönung von Charles III. dabei


Britischer Chefrabbiner trotz Sabbats bei Krönung von Charles III. dabei
Britischer Chefrabbiner trotz Sabbats bei Krönung von Charles III. dabei / Foto: Aaron Chown - POOL/AFP

Das britische Königshaus ermöglicht mit Sondervorkehrungen die Teilnahme des obersten Rabbiners des Landes an der Krönung von Charles III., die am Sabbat-Tag stattfindet. So dürfen Chefrabbiner Ephraim Mirvis und seine Frau die Nacht zum Samstag im St. James's Palace in London verbringen. Das ermöglicht es ihnen, am Morgen zu Fuß zur Westminster Abbey zu gehen, wo die Krönungszeremonie stattfindet. Juden ist die Nutzung motorisierter Transportmittel am Sabbat verboten.

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Auch sollte ein Catering-Dienstleister dem Chefrabbiner und seiner Frau für Freitagabend ein koscheres Abendessen mit Hühnchen zubereiten, wie Mirvis im Sender Sky News berichtete. Er lobte die "respektvolle und einfühlsame" Art und Weise, in der das Büro des Königs die Sabbat-Vorschriften berücksichtigt habe.

Bei der Krönungszeremonie gestalten erstmals in der britischen Geschichte auch Vertreter anderer Religionen als der anglikanischen Kirche das Programm mit. So wird Chefrabbiner Mirvis am Ende der Zeremonie zusammen mit Vertretern des muslimischen, jüdischen, hinduistischen und buddhistischen Glaubens sowie der Sikh ein Grußwort an Charles III. richten.

Dieses werde "recht kurz, aber außergewöhnlich ausdrucksvoll sein", kündigte Mirvis an. Er fügte hinzu, dass er dabei nicht in ein Mikrofon sprechen müsse - was ebenfalls ein Verstoß gegen die Sabbat-Regeln wäre. Der Chefrabbiner hatte eine Sondererlaubnis des jüdischen Rechtsprechungsorgans Beth Din erhalten, für die Krönungszeremonie ein christliches Gotteshaus am Sabbat betreten zu dürfen.

Charles ist als König das weltliche Oberhaupt der anglikanischen Kirche. Mirvis bezeichnete die Einbeziehung anderer Religionen in die Zeremonie an diesem Samstag als "wunderbares Merkmal des Großbritanniens des 21. Jahrhunderts". Der König wolle die Rechte von Angehörigen aller Glaubensrichtungen unterstreichen, "ihre Religion auszuüben".

F.Dodaro--PV

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