Pallade Veneta - Sean "Diddy" Combs verklagt Spirituosen-Riesen Diageo wegen Rassismusvorwurf

Sean "Diddy" Combs verklagt Spirituosen-Riesen Diageo wegen Rassismusvorwurf


Sean "Diddy" Combs verklagt Spirituosen-Riesen Diageo wegen Rassismusvorwurf
Sean "Diddy" Combs verklagt Spirituosen-Riesen Diageo wegen Rassismusvorwurf / Foto: Angela WEISS - AFP/Archiv

Der US-Musikproduzent und Rapper Sean "Diddy" Combs hat den Spirituosen-Riesen Diageo wegen des Vorwurfs von Rassismus bei Geschäftsbeziehungen verklagt. Der 53-Jährige beschuldigt den britischen Konzern in einer am Mittwoch (Ortszeit) bei einem New Yorker Gericht eingereichten Klage, Zusagen zu Investitionen in seine Wodka-Marke Ciroc und seine Tequila-Marke DeLeón nicht eingehalten zu haben. Combs verlangt deswegen Schadenersatz in Milliardenhöhe.

Textgröße ändern:

"Diageo hat Herrn Combs und seine Marken schlechter behandelt als andere, weil er schwarz ist", heißt es in der Klage. Ein Diageo-Manager habe 2019 sogar "direkt die rassistischen Untertöne des Unternehmens eingeräumt".

Der Konzern, dem Marken wie Johnnie Walker, Tanqueray, Baileys und Smirnoff gehören, soll Ciroc und DeLeón laut Klage als "schwarze Marken" eingestuft haben, die nur für ein eine "urbane" Kundschaft bestimmt seien. Das habe das Potenzial der Marken "abgewürgt". "In einem Geschäftsbereich, in dem Herstellung, Vertrieb und Verkauf die Pfeiler für Erfolg sind, wurden Ciroc und DeLeón bei Ressourcen in allen drei Bereichen ausgehungert", heißt es in der Klageschrift.

In der Klage wird Diageo auch vorgeworfen, andere Marken von Prominenten wie den Tequila Casamigos von Hollywood-Star George Clooney und Aviation Gin von Schauspieler Ryan Reynolds mehr unterstützt zu haben. Demnach räumte ein Manager gegenüber Combs ein, Hautfarbe sei einer der Gründe, warum die Marken des Rappers nur in bestimmten Gegenden vertrieben würden.

Der Konzern wies die Vorwürfe entschieden zurück und kündigte an, sich "in angemessener Form energisch verteidigen" zu wollen. "Das ist ein geschäftlicher Streit, und wir sind traurig darüber, dass Herr Combs sich entschieden hat, dies als etwas anderes darzustellen", erklärte Diageo gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Wir schätzen Herrn Combs als Künstler und Unternehmer, seine Vorwürfe aber entbehren jeder Grundlage, und wir sind zuversichtlich, dass die Fakten zeigen werden, dass er fair behandelt wurde."

Combs - bekannt unter den Künstlernamen Puff Daddy, P. Diddy und Diddy - war in den 1990er Jahren zu einem der erfolgreichsten Rapmusiker der Welt geworden. Er gewann im Verlauf seiner Karriere drei Grammys und ist auch als Unternehmer sehr erfolgreich.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Umfrage: Gut jeder Fünfte will sich im Urlaub digitale Auszeit nehmen

Gut jeder Fünfte, der in diesem Jahr einen Sommerurlaub plant, will sich einer Umfrage zufolge währenddessen eine digitale Auszeit nehmen. Im Schnitt soll die bewusste Pause von digitalen Geräten knapp drei Tage dauern, wie der Digitalverband Bitkom am Freitag mitteilte. 13 Prozent planen allerdings nur einen Tag dafür ein. Mehr als eine Woche lang will nur ein Prozent verzichten.

Merz ruft 65 Jahre nach Mauerbau zu Einsatz für Demokratie auf

65 Jahre nach Beginn des Mauerbaus hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. "Die Lektion der Mauer bleibt: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen immer dafür kämpfen", schrieb Merz am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst X. Er wies zugleich darauf hin, dass die Menschen heute "in Frieden und Freiheit" leben könnten: Deutschland sei inzwischen länger vereint, als es durch die Mauer geteilt gewesen sei.

Ausgetrocknete Wasserstellen: Hitze wird auch für Wildtiere zur Gefahr

Wegen ausgetrockneter Wasserstellen und Teiche wird die Hitze in Deutschland auch für Wildtiere zur Gefahr. "Die Kombination aus extremer Hitze und anhaltender Trockenheit ist für viele Wildtiere eine lebensbedrohliche Herausforderung", erklärte Paulina Kuhn vom Deutschen Tierschutzbund am Donnerstag in Bonn. Wenn selbst im Wald natürliche Bäche, Teiche und kleine Wasserstellen austrockneten, fehle es den Tieren an Möglichkeiten zum Trinken und Abkühlen.

Autobahn bei Mannheim wird wegen ausgebrochener Schafherde gesperrt

Weil eine ausgebrochene Schafherde auf die Fahrbahn lief, ist die Autobahn 659 im Grenzgebiet von Hessen und Baden-Württemberg vorübergehend gesperrt worden. Schon vorher fuhr aber ein Auto in ein Schaf, wie die Polizei in Mannheim am Donnerstag mitteilte. Das Tier wurde bei dem Unfall tödlich verletzt, der Autofahrer blieb unverletzt. Am Wagen entstand Sachschaden.

Textgröße ändern: