Pallade Veneta - Schweden feiern Parade zum Goldenen Thronjubiläum von König Carl XVI. Gustaf

Schweden feiern Parade zum Goldenen Thronjubiläum von König Carl XVI. Gustaf


Schweden feiern Parade zum Goldenen Thronjubiläum von König Carl XVI. Gustaf
Schweden feiern Parade zum Goldenen Thronjubiläum von König Carl XVI. Gustaf / Foto: Jonathan NACKSTRAND - AFP

Bei strahlendem Sonnenschein haben in Stockholm am Samstag zehntausende Menschen die große Parade zum Goldenen Thronjubiläum von Schwedens König Carl XVI. Gustaf verfolgt. Der König und seine aus Deutschland stammende Frau Königin Silvia winkten immer wieder den Schaulustigen zu, von denen einige blaugelbe schwedische Fähnchen schenkten. Die Kutschfahrt durch das Zentrum der schwedischen Hauptstadt war der Höhepunkt der zweitägigen Feierlichkeiten.

Textgröße ändern:

Zu den Klängen einer Militärkapelle fuhr die von 3000 Soldaten eskortierte schwarze Kutsche, von sechs Pferden gezogen, durch die Straßen der Hauptstadt. Der 77-jährige König trug einen dunklen Anzug, die zwei Jahre ältere Königin Silvia, geboren als Silvia Renate Sommerlath, ein kanariengelbes Ensemble mit passendem Hut. Von der Kutsche wechselte das Königspaar schließlich in einen Oldtimer und dann in eine prunkvolle königliche Barkasse, um die Parade auf dem Wasser fortzusetzen.

Die drei Kinder des Königspaares, Kronprinzessin Victoria, Prinz Carl Philip und Prinzessin Madeleine, zeigten sich unterdessen mit ihren Ehepartnern und Kindern auf dem Balkon des königlichen Schlosses. Die vielen Schaulustigen bekamen zudem eine Flugshow am Himmel über Stockholm geboten.

"Ich bin hier, um die 50 Jahre mit ihm zu feiern, ich möchte ihm meine Dankbarkeit zeigen für alles, was er getan hat", sagte die 59-jährige Verwaltungsangestellte Christina Flodin. Der König stehe für "Kontinuität, Stabilität, ein gutes Führungsmodell", sagte sie.

Die 23-jährige Wendela Seppi war nicht vorrangig wegen des Königs gekommen. Sie verfolgte die Parade, "weil mein Bruder, der in der Marine ist, daran teilnimmt", erzählte sie. "Ich finde es schön, dass was los ist", sagte sie mit Blick auf Stockholm.

Im Anschluss an die Parade sollte es ein Freiluftkonzert vor dem Schloss mit schwedischen Stars geben, bevor am Abend das Stadtzentrum zu einer Freiluft-Tanzfläche mit DJs und Live-Bands werden sollte. Auf dem Programm: Boogie Woogie, kubanische Salsa-Klänge, Disco und schwedische Klassiker.

Das Zentrum von Stockholm war abgeriegelt, die Polizei erwartete hunderttausende Besucher. Während der Jubiläumsfeierlichkeiten galt die höchste Sicherheitsstufe. Die Behörden hatten kürzlich infolge mehrerer - von den Behörden genehmigter - Koranschändungen durch einen irakischen Flüchtling und dadurch ausgelöster Proteste die Anti-Terror-Maßnahmen verstärkt.

Carl XVI. Gustaf, geboren am 30. April 1946, hatte im September 1973 nach dem Tod seines Großvaters Gustaf VI. Adolf mit 27 Jahren als damals jüngster Monarch der Welt den Thron bestiegen. Seit einer Verfassungsänderung im Jahr 1974 hat der schwedische König eine rein zeremonielle Rolle.

2010 geriet der König durch eine nicht autorisierte Biografie in die Schlagzeilen, die über Kontakte zu Callgirls und Affären berichtete. Seiner Beliebtheit tat der Skandal jedoch keinen Abbruch; in einer Umfrage sprachen sich kürzlich 62 Prozent der Schweden für das Festhalten an der Monarchie aus. Die Zustimmungsrate ist seit 20 Jahren stabil.

"Ich liebe den König und die Königsfamilie", jubelte Annika Nilsson. "Ich bin stolz darauf, Schwedin zu sein, ich bin stolz auf unser Land", betonte sie.

Die 23-jährige Inga Jones gehört hingegen zu den Kritikern der schwedischen Monarchie. Sie wolle dem König sagen: "Ich denke, dass Sie gehen sollten, dass Sie den Thron aufgeben sollten", sagte die angehende Krankenschwester. Dies werde sie aber auf "freundliche Weise" sagen, fügte sie hinzu.

"Man muss die Monarchie nicht abschaffen"; sagte hingegen Martin Persson. "Ich finde das gut, und ich hoffe, dass ich ihn heute sehe", sagte der 60-jährige Busfahrer, der von der Westküste Schwedens angereist war.

Die Feierlichkeiten hatten am Freitag mit einem Dankgottesdienst, einer Wachablösung und einem abendlichen Festbankett im Schloss begonnen, zu dem die gekrönten Häupter und Staatschefs der benachbarten nordischen Staaten geladen waren.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Massive Sicherheitsvorkehrungen zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Italien

Unmittelbar vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele sind in Italien die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verschärft worden. Unter anderem waren am Freitag auf den Straßen von Mailand gepanzerte Fahrzeuge zu sehen. In der Metropole und drei weiteren Orten Norditaliens soll am Abend parallel die große Eröffnungszeremonie für die Spiele stattfinden. Im Vorfeld rief der Papst zur "Olympischen Waffenruhe" auf.

Iranischer Regisseur Panahi fürchtet Opferung des iranischen Volkes bei Atomgesprächen

Der preisgekrönte iranische Filmemacher Jafar Panahi hat die Sorge geäußert, die Interessen des iranischen Volkes könnten bei den Gesprächen zwischen Vertretern der USA und des Iran am Freitag im Oman geopfert werden. "Das Volk hat in diesen Verhandlungen keinen Vertreter, und seine Interessen werden nie berücksichtigt", sagte Panahi am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Paris. Das iranische Volk könne "leicht" geopfert werden.

Stadtameisen bei Futter weniger wählerisch - Hinweis für Stresspegel

Stadtameisen sind beim Futter weniger wählerisch als ihre Artgenossen auf dem Land. Dass sich Ameisen in Großstädten mit verdünnter Nahrung begnügen, könnte Forschern zufolge ein möglicher Hinweis für Stress in städtischen Ökosystemen sein, wie die Freie Universität Berlin am Donnerstag berichtete.

Opfer unter Drogen gesetzt? Sohn von Mette-Marit weist Vorwürfe zurück

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in Norwegen hat Marius Borg Hoiby Vorwürfe zurückgewiesen, dass er andere Menschen ohne deren Wissen unter Drogen gesetzt habe. Er habe "noch nie jemanden unter Drogen gesetzt - so weit ich weiß", sagte der 29-Jährige am Donnerstag vor Gericht. Zuvor hatte eine der von ihm mutmaßlich vergewaltigten Frauen die Überzeugung geäußert, dass ihr ohne ihr Wissen Drogen verabreicht worden waren.

Textgröße ändern: