Pallade Veneta - Großteil von Gérard Depardieus Kunstsammlung für vier Millionen Euro versteigert

Großteil von Gérard Depardieus Kunstsammlung für vier Millionen Euro versteigert


Großteil von Gérard Depardieus Kunstsammlung für vier Millionen Euro versteigert
Großteil von Gérard Depardieus Kunstsammlung für vier Millionen Euro versteigert / Foto: Ammar Abd Rabbo - El Gouna Film Festival/AFP/Archiv

Der mit Missbrauchsvorwürfen konfrontierte französische Schauspielstar Gérard Depardieu hat sich von einem Großteil seiner Kunstsammlung getrennt. Wie das Auktionshaus Ader am Mittwoch mitteilte, brachte die Versteigerung rund vier Millionen Euro ein. Mehr als 95 Prozent der mehr als 250 angebotenen Objekte seien verkauft worden - darunter eine Statue von Bildhauer Auguste Rodin, den Depardieu 1988 in einem Film verkörpert hatte.

Textgröße ändern:

Depardieus Kunstsammlung umfasste zahlreiche Werke berühmter Künstler, unter anderem von Marcel Duchamp und Joan Miró. Ihr Gesamtwert war im Vorfeld der zweitägigen Auktion auf drei bis fünf Millionen Euro geschätzt worden.

Unter den von Depardieu versteigerten Objekten waren Werke von Alexander Calder, Ossip Zadkine, Pablo Picasso und David Hockney. Die Stücke waren drei Tage lang im Pariser Hotel Druout ausgestellt worden.

In letzter Minute entschied sich der 74-Jährige indes gegen die Versteigerung einer lebensgroßen Statue der französischen Bildhauerin Germaine Richier, der eine gewisse Ähnlichkeit mit Depardieu zugeschrieben wird.

Depardieu habe eine Vorliebe für "unförmige und unpolierte" Materialien, hieß es im Katalog der Auktion. "Bei ihm hängen die Bilder nicht an der Wand. Er lebt mit ihnen", sagte David Nordmann vom Auktionshaus. Sie lägen stapelweise herum oder seien an die Wand angelehnt.

"Depardieu kauft Werke, die ihn anrühren", sagte Nordmann. Dabei beschränke er sich nicht auf eine Stilrichtung. Einen konkreten Anlass für die Versteigerung der etwa 250 Werke wurde nicht genannt. Depardieu wolle "etwas Ballast abwerfen", erklärte Nordmann.

Depardieu ist der bekannteste französische Schauspieler. Besonders erfolgreich war er in seinen Rollen als Cyrano von Bergerac und Obelix.

Die französische Justiz ermittelt gegen Depardieu wegen Vergewaltigungsvorwürfen einer jungen Schauspielerin. Im April bezichtigten ihn zudem 13 Frauen im Online-Medium Mediapart sexueller Übergriffe und Gewalt während Dreharbeiten. Der Schauspieler bestreitet die Vorwürfe.

M.Romero--PV

Empfohlen

Umfrage: Gut jeder Fünfte will sich im Urlaub digitale Auszeit nehmen

Gut jeder Fünfte, der in diesem Jahr einen Sommerurlaub plant, will sich einer Umfrage zufolge währenddessen eine digitale Auszeit nehmen. Im Schnitt soll die bewusste Pause von digitalen Geräten knapp drei Tage dauern, wie der Digitalverband Bitkom am Freitag mitteilte. 13 Prozent planen allerdings nur einen Tag dafür ein. Mehr als eine Woche lang will nur ein Prozent verzichten.

Merz ruft 65 Jahre nach Mauerbau zu Einsatz für Demokratie auf

65 Jahre nach Beginn des Mauerbaus hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. "Die Lektion der Mauer bleibt: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen immer dafür kämpfen", schrieb Merz am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst X. Er wies zugleich darauf hin, dass die Menschen heute "in Frieden und Freiheit" leben könnten: Deutschland sei inzwischen länger vereint, als es durch die Mauer geteilt gewesen sei.

Ausgetrocknete Wasserstellen: Hitze wird auch für Wildtiere zur Gefahr

Wegen ausgetrockneter Wasserstellen und Teiche wird die Hitze in Deutschland auch für Wildtiere zur Gefahr. "Die Kombination aus extremer Hitze und anhaltender Trockenheit ist für viele Wildtiere eine lebensbedrohliche Herausforderung", erklärte Paulina Kuhn vom Deutschen Tierschutzbund am Donnerstag in Bonn. Wenn selbst im Wald natürliche Bäche, Teiche und kleine Wasserstellen austrockneten, fehle es den Tieren an Möglichkeiten zum Trinken und Abkühlen.

Autobahn bei Mannheim wird wegen ausgebrochener Schafherde gesperrt

Weil eine ausgebrochene Schafherde auf die Fahrbahn lief, ist die Autobahn 659 im Grenzgebiet von Hessen und Baden-Württemberg vorübergehend gesperrt worden. Schon vorher fuhr aber ein Auto in ein Schaf, wie die Polizei in Mannheim am Donnerstag mitteilte. Das Tier wurde bei dem Unfall tödlich verletzt, der Autofahrer blieb unverletzt. Am Wagen entstand Sachschaden.

Textgröße ändern: