Pallade Veneta - Prozess um Handy-Hacking: Medienkonzern muss Prinz Harry Entschädigung zahlen

Prozess um Handy-Hacking: Medienkonzern muss Prinz Harry Entschädigung zahlen


Prozess um Handy-Hacking: Medienkonzern muss Prinz Harry Entschädigung zahlen
Prozess um Handy-Hacking: Medienkonzern muss Prinz Harry Entschädigung zahlen / Foto: HENRY NICHOLLS - AFP/Archiv

Im Prozess um von Journalisten angezapfte Handys hat ein Londoner Gericht Prinz Harry eine Entschädigung zugesprochen. Der britische Medienkonzern Mirror Group Newspapers (MGN) muss dem Sohn von König Charles III. 140.600 Pfund (rund 163.000 Euro) Schadenersatz zahlen, wie der High Court am Freitag entschied. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass 15 der 33 von Harry als Beweismittel eingebrachten Zeitungsartikel illegal beschaffte Informationen enthielten.

Textgröße ändern:

Prinz Harry erklärte nach dem Urteil, er fühle sich durch die Gerichtsentscheidung "bestätigt". "Mir wurde gesagt, dass man sich beim Drachentöten verbrennen kann", erklärte der Herzog von Sussex über seine Anwälte. Angesichts seines Teilsiegs vor Gericht und der "Wichtigkeit" des Einsatzes "für eine freie und ehrliche Presse" sei das aber ein "lohnender Preis". "Die Mission geht weiter", kündigte Harry mit Blick auf weitere Klagen gegen britische Verlage an.

Der Herzog von Sussex hatte MGN gemeinsam mit anderen Prominenten wegen illegaler Informationsbeschaffung verklagt. Die Kläger warfen dem Herausgeber der Boulevardzeitungen "Mirror", "Sunday Mirror" und "Sunday People" insbesondere vor, ihre Handys angezapft zu haben.

Das Medienhaus hatte vor dem Prozess "einige Beweise" für illegale Beschaffung von Informationen anerkannt, unter anderem für einen Artikel über Prinz Harry. Das Unternehmen hatte aber kategorisch bestritten, Sprachnachrichten abgefangen zu haben. Zudem argumentierte es vor Gericht, dass einige der Klagen zu spät eingereicht worden seien.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Palast: Charles III. wird sich auf Karibikreise "dunkelsten Tagen" der Kolonialherrschaft stellen

Der britische König Charles III. will sich bei seiner bevorstehenden Reise in die Karibik nach Angaben eines Sprechers den "dunkelsten Tagen" der Kolonialherrschaft stellen. Der Buckingham-Palast erklärte am Freitag, Charles habe sich dafür eingesetzt, die "Fehler der Vergangenheit" und "bestehende Ungleichheiten" anzuerkennen und werde sein Engagement für diesen Prozess auf der Reise bekräftigen.

Festakt mit Steinmeier und Merz zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen

Mit einem Festakt wird am Samstag (12.00 Uhr) in Bremen der Tag der Deutschen Einheit begangen. Zuvor findet ein ökumenischer Gottesdienst statt. Als Gäste werden unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Kanzler Friedrich Merz (beide CDU) erwartet. Die Festrede wird Steinmeier halten.

Feierlichkeiten zu Tag der Deutschen Einheit beginnen in Bremen

In Bremen beginnen am Freitag (16.00 Uhr) die dreitägigen Feierlichkeiten zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit. Bis zum Sonntag gibt es in der Bremer Innenstadt und an der Weser ein Bürgerfest mit Musik, Theater und Diskussionsrunden auf mehr als hundert Bühnen. Ein musikalischer Höhepunkt ist der Auftritt der Fantastischen Vier am Samstagabend. Auf einer Ländermeile präsentieren sich die 15 anderen Bundesländer.

Ärger um Pferdeschwanz: Fußball-Star Erling Haaland geht juristisch gegen Airline vor

Fußball-Star Erling Haaland geht juristisch gegen eine norwegische Fluggesellschaft vor, weil sie mit dem für ihn zwischenzeitlich typischen Pferdeschwanz Werbung gemacht hat. Die Beschwerde gegen die Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle betreffe die "widerrechtliche Nutzung von Haalands Erkennungszeichen bei ihrer Werbung für Flugtickets während der Fußball-Weltmeisterschaft" im Sommer, teilte Haalands Anwalt Thomas Hagen am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit. Worum genau es bei der Anzeige geht, erklärte er nicht.

Textgröße ändern: