Pallade Veneta - Bund entfristet Sonderregelung für Drohneneinsatz zur Rettung von Rehkitzen

Bund entfristet Sonderregelung für Drohneneinsatz zur Rettung von Rehkitzen


Bund entfristet Sonderregelung für Drohneneinsatz zur Rettung von Rehkitzen
Bund entfristet Sonderregelung für Drohneneinsatz zur Rettung von Rehkitzen / Foto: FRED TANNEAU - AFP/Archiv

Der Bund hat eine Sonderregelung für den Einsatz von Drohnen zur Rettung von Wildtieren und insbesondere Rehkitzen vor Mähdreschern entfristet. "Unsere temporär geltende Ausnahmeregelung war ein voller Erfolg: Tausende Rehkitze konnten in der Frühjahrsmahd mit Hilfe von Drohnen gerettet werden", erklärte Bundesdigitalminister Volker Wissing (FDP) am Mittwoch. Deshalb werde die Regelung nun dauerhaft eingeführt.

Textgröße ändern:

Hintergrund sind EU-Vorgaben wonach mit Kameras ausgestattete Drohnen einen Mindestabstand von 150 Metern zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebieten einhalten müssen. Landwirte können Drohnen daher in vielen Gebieten nicht einsetzen. Das Bundesdigitalministerium erließ nun eine Ausnahme für Drohneneinsätze für den Tierschutz. Die Drohnen dürfen sich gesperrten Gebieten bis auf zehn Meter nähern, wenn sie tiefer fliegen.

Rehkitze sind besonders in Gefahr, da in ihren ersten Lebenswochen auch die erste Mähperiode des Grünlands ansteht. Die Jungtiere werden von ihren Müttern häufig in den dichten Wiesen auf landwirtschaftlichen Flächen versteckt, weil sie im hohen Gras gut vor Fressfeinden geschützt sind. Bei Gefahr fliehen die Kitze nicht, sondern bleiben reglos sitzen. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftministeriums werden so jedes Jahr tausende Rehkitze verletzt oder getötet.

Das Landwirtschaftsministerium fördert die Anschaffung von Drohnen für die Wildtierrettung. Im Juni hatte es das Förderprogramm wegen des hohen Interesses noch einmal aufgestockt.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

In Ostsee festliegender Buckelwal: Experten gehen von entscheidender Phase aus

Der Kampf um das Leben des vor der Ostseeküste bei Wismar liegenden Buckelwals ist in eine womöglich kritische Phase getreten. Die Experten sprachen am Montag von entscheidenden Stunden für das zunehmend geschwächte Tier, dessen Schicksal seit rund einer Woche die Menschen bewegt. Steigende Wasserstände sollten dem Wal demnach nochmals Chancen eröffnen, sich aus eigener Kraft wieder in tieferes Wasser zu begeben.

Deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen: ADAC warnt vor Staus an Osterfeiertagen

Der ADAC hat vor zahlreichen Staus auf den Autobahnen an den Osterfeiertagen gewarnt. Es sei mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen, teilte der Verkehrsklub am Montag mit. In zwölf Bundesländern seien bereits Ferien, nun kämen noch Sachsen, Thüringen und das Saarland hinzu. Besonders staubetroffen seien die Strecken von und zu den Küsten sowie in die Wintersportgebiete in den Alpen.

Deutschland Gastgeber nächster Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten

Deutschland ist Gastgeber der nächsten UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten. "Wir freuen uns sehr, dass die Vertragsstaaten auf unsere Initiative hin beschlossen haben, die nächste Vertragsstaatenkonferenz 2029 in Bonn abzuhalten", erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Montag in Berlin. Zum Abschluss der aktuellen UN-Konferenz im brasilianischen Campo Verde waren am Sonntag auch strengere Schutzvorschriften für 40 weitere wandernde Tierarten beschlossen worden.

Wal liegt weiter in Wismarer Bucht - Chancen werden laut Expertin nicht besser

Der in der Ostsee verirrte und nun in der Wismarer Bucht liegende Buckelwal zeigt nur noch wenige Reaktionen. "Die Überlebenschancen werden leider nicht besser", sagte Greenpeace-Expertin Franziska Saalmann am Montag im ZDF-"Morgenmagazin" nach einer Beobachtung des Wals von einem Schiff der Wasserschutzpolizei.

Textgröße ändern: