Pallade Veneta - Trotz Protesten: Von Nazis gebaute "Deutsche Brücke" in Belgrad wird abgerissen

Trotz Protesten: Von Nazis gebaute "Deutsche Brücke" in Belgrad wird abgerissen


Trotz Protesten: Von Nazis gebaute "Deutsche Brücke" in Belgrad wird abgerissen
Trotz Protesten: Von Nazis gebaute "Deutsche Brücke" in Belgrad wird abgerissen / Foto: Andrej ISAKOVIC - AFP

Eine während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten gebaute Brücke in Belgrad ist offiziell geschlossen worden und soll demnächst abgerissen werden. Maschinen waren am Samstag bereits vor Ort - laut dem städtischen Verkehrsamt wurde mit den Vorbereitungen für den Abriss begonnen. Der Abriss der "Deutschen Brücke" ist in der Bevölkerung umstritten - sowohl aus historischen als auch aus praktischen Gründen.

Textgröße ändern:

Schon Tage vor der Schließung hatten hunderte Menschen gegen das Ende der Brücke protestiert, da sie einen Verkehrskollaps in der serbischen Hauptstadt fürchten. Die Demonstranten versuchten, Arbeiter am Betreten der Brücke zu hindern.

Die Alte Save-Brücke - auch als "Deutsche Brücke" bekannt - war 1942 während der deutschen Besatzung von den Nazis errichtet worden. Sie ist eine von nur vier Autobrücken über die Save im Zentrum Belgrads und hat auch eine Schienenspur.

Historikern zufolge ist die Save-Brücke eine der wenigen Flussübergänge, welche die Nazis bei ihrem überstürzten Rückzug aus Südosteuropa im letzten Kriegsjahr nicht zerstören konnten. Der Sprengstoff soll im Oktober 1944 bereits angebracht und die Zündschnur bereits gezündet worden sein - doch Berichten zufolge durchtrennte der in der Nähe wohnende Lehrer Miladin Zaric die Kabel und rettete die Brücke somit.

Dem Bürgermeister von Belgrad, Aleksandar Sapic, zufolge soll bis spätestens Anfang 2027 eine neue "serbische" Brücke gebaut werden. Diese solle die alte "deutsche" Brücke ersetzen, welche nicht mehr den Standards entspreche.

O.Merendino--PV

Empfohlen

In Ostsee festliegender Buckelwal: Experten gehen von entscheidender Phase aus

Der Kampf um das Leben des vor der Ostseeküste bei Wismar liegenden Buckelwals ist in eine womöglich kritische Phase getreten. Die Experten sprachen am Montag von entscheidenden Stunden für das zunehmend geschwächte Tier, dessen Schicksal seit rund einer Woche die Menschen bewegt. Steigende Wasserstände sollten dem Wal demnach nochmals Chancen eröffnen, sich aus eigener Kraft wieder in tieferes Wasser zu begeben.

Deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen: ADAC warnt vor Staus an Osterfeiertagen

Der ADAC hat vor zahlreichen Staus auf den Autobahnen an den Osterfeiertagen gewarnt. Es sei mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen, teilte der Verkehrsklub am Montag mit. In zwölf Bundesländern seien bereits Ferien, nun kämen noch Sachsen, Thüringen und das Saarland hinzu. Besonders staubetroffen seien die Strecken von und zu den Küsten sowie in die Wintersportgebiete in den Alpen.

Deutschland Gastgeber nächster Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten

Deutschland ist Gastgeber der nächsten UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten. "Wir freuen uns sehr, dass die Vertragsstaaten auf unsere Initiative hin beschlossen haben, die nächste Vertragsstaatenkonferenz 2029 in Bonn abzuhalten", erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Montag in Berlin. Zum Abschluss der aktuellen UN-Konferenz im brasilianischen Campo Verde waren am Sonntag auch strengere Schutzvorschriften für 40 weitere wandernde Tierarten beschlossen worden.

Wal liegt weiter in Wismarer Bucht - Chancen werden laut Expertin nicht besser

Der in der Ostsee verirrte und nun in der Wismarer Bucht liegende Buckelwal zeigt nur noch wenige Reaktionen. "Die Überlebenschancen werden leider nicht besser", sagte Greenpeace-Expertin Franziska Saalmann am Montag im ZDF-"Morgenmagazin" nach einer Beobachtung des Wals von einem Schiff der Wasserschutzpolizei.

Textgröße ändern: