Pallade Veneta - Schnellerer Abschuss von Wölfen: EU-Parlament stimmt für Eilverfahren

Schnellerer Abschuss von Wölfen: EU-Parlament stimmt für Eilverfahren


Schnellerer Abschuss von Wölfen: EU-Parlament stimmt für Eilverfahren
Schnellerer Abschuss von Wölfen: EU-Parlament stimmt für Eilverfahren / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

In der bereits Monate andauernden Debatte um einen schnelleren Abschuss von Wölfen hat sich das Europaparlament am Dienstag für ein Eilverfahren ausgesprochen. Die Abgeordneten stimmten in Straßburg dafür, weitere Beratungen in den Ausschüssen des Parlaments zu überspringen. Die Entscheidung über eine Absenkung des Schutzstatus der Tiere soll nun am Donnerstag fallen.

Textgröße ändern:

Der Wolf soll nach der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Änderung nicht mehr als "streng geschützt" gelten, der Erhalt der Art aber weiter sichergestellt werden. Das bedeutet, dass die Voraussetzungen für den Abschuss von Wölfen künftig deutlich vereinfacht werden sollen. Anders als bislang sind dann etwa keine aufwendigen DNA-Analysen mehr nötig.

Die für Donnerstag erwartete Zustimmung des Parlaments wäre ein weiterer Schritt für einen schnelleren Abschuss in Deutschland. Im Anschluss müssen die 27 EU-Länder die Änderung noch final absegnen, sie hatten im April allerdings grundsätzlich zugestimmt.

Es bleibt den einzelnen Regierungen überlassen, ob sie den Schutzstatus von Wölfen auch in ihrem Land absenken. In Deutschland hat sich aber eine Mehrheit der Parteien für einen schnelleren Abschuss ausgesprochen.

Landwirte in zahlreichen europäischen Staaten klagen seit einigen Jahren vermehrt über Wolfsrisse. In Deutschland zählte das Bonner Bundesamt für Naturschutz im vergangenen Beobachtungsjahr 2023/24 1601 Wölfe, gut 260 Tiere mehr als im Vorjahr. Mehr als 5000 Nutztiere wurden bei Wolfsangriffen im Jahr 2023 hierzulande verletzt, getötet oder wurden anschließend vermisst, die meisten von ihnen Schafe.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

US-Präsident kündigt "Trump-Kundgebung" zu 250-Jahr-Feier am 4. Juli an

US-Präsident Donald Trump will den 250. Gründungstag der USA am 4. Juli zur politischen Selbstdarstellung nutzen. Er werde am Unabhängigkeitstag in Washington "die spektakulärste aller Trump-Kundgebungen veranstalten", verkündete der Präsident am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er werde "eine Grundsatzrede halten, die Sie nicht verpassen wollen", fügte er an seine Anhänger gerichtet hinzu. Zudem plane er "die größte Feuerwerkshow der Geschichte", ergänzte er in Großbuchstaben.

Britische Regierung kündigt Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren an

Schutz vor Abhängigkeit und schädlichen Inhalten: Nach dem Beispiel Australiens will auch die britische Regierung ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren einführen. Wie Premierminister Keir Starmer am Montag sagte, soll die für kommendes Frühjahr geplante Neuregelung Plattformen wie Snapchat, Tiktok, Youtube, Instagram, Facebook und X einschließen, jedoch nicht den Messengerdienst Whatsapp. "Social Media machen Kinder unglücklich", begründete der Labour-Chef das Vorhaben.

Manövrierunfähiges Seebäderschiff vor Helgoland: Großeinsatz auf Nordsee

Ein manövrierunfähiges Seebäderschiff hat am Samstag vor Helgoland einen Großeinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eilten neben ihrem Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" auch ein Bergungsschlepper und ein Schiff der Bundespolizei dem mit 70 Menschen besetzten Havaristen zur Hilfe.

Kutschfahrt durch Stockholm: Schwedisches Königspaar feiert Goldene Hochzeit

König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia von Schweden haben am Samstag ihre Goldene Hochzeit gefeiert. Knapp eine Woche vor dem eigentlichen Termin am 19. Juni begannen der 80-jährige Monarch und seine 82-jährige Frau den Tag mit einem Dankgottesdienst in der Schlosskapelle. Bei einer Kutschfahrt durch die Hauptstadt Stockholm ließen sie sich nach dem Mittagessen von tausenden Schaulustigen feiern.

Textgröße ändern: