Pallade Veneta - ESC prüft Vorwürfe wegen starken Abschneidens Israels bei Publikum

ESC prüft Vorwürfe wegen starken Abschneidens Israels bei Publikum


ESC prüft Vorwürfe wegen starken Abschneidens Israels bei Publikum
ESC prüft Vorwürfe wegen starken Abschneidens Israels bei Publikum / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP/Archiv

Die Verantwortlichen des Eurovision Song Contest (ESC) haben nach Kritik aus mehreren Ländern wegen des starken Abschneidens Israels bei der Zuschauerabstimmung im ESC-Finale eine Prüfung angekündigt. In einem am Freitag veröffentlichten offenen Brief schrieb der in der Europäischen Rundfunkunion (EBU) für den ESC verantwortliche Martin Green, die Prüfung werde im Juni stattfinden. Solch eine Prüfung sei aber das übliche Vorgehen nach jedem ESC-Finale.

Textgröße ändern:

Die israelische Starterin Yuval Raphael war am vergangenen Samstag im ESC-Finale überraschend Zweite hinter dem aus Österreich stammenden Sieger JJ geworden. Dabei konnte sie von einem klaren Sieg in der Publikumsabstimmung profitieren. In der die Hälfte der Punkte ausmachenden Jurywertung hatte sie es nur auf einen Platz im Mittelfeld der 26 Starter geschafft. Mehrere ESC-Starterländer forderten, die Punktevergabe zu prüfen.

Die EBU erklärte, dass das Abstimmungssystem für den weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerb mehrere Sicherheitsebenen umfasse, um es vor Manipulationen zu schützen. Bei der Publikumsabstimmug zeige sich immer, dass es eine besondere Motivation von Gemeinschaften oder Diasporas gebe, für bestimmte Teilnehmerländer abzustimmen. Im Juni solle nun geprüft werden, welche externen Faktoren eine Rolle beim diesjährigen ESC spielten.

Geprüft werden solle dabei auch, welche Rolle Internetwerbung für Israel spielte. Eine solche Werbung sei nach den Regeln erlaubt - es solle aber nun sichergestellt werden, dass diese nicht die natürliche Mobilisierung unverhältnismäßig beeinträchtige. Israel hatte eine sehr breite internationale Werbekampagne für seine Starterin in sozialen Netzwerken gefahren. Allerdings warben auch andere Länder für ihre Starter.

Geprüft werden solle auch, ob die bisher mögliche Abgabe von bis zu 20 Stimmen pro Zuschauer sinnvoll sei - es gebe bisher keine Beweise, dass das diesjährige Endergebnis dadurch unverhältnismäßig beeinflusst worden sei. Dennoch sei die Stimmenzahl aber in Frage gestellt worden und werde nun geprüft, schrieb Green in seinem offenen Brief.

Die Diskussion um die Punktevergabe findet auch vor dem Hintergrund einer Diskussion um die generelle Teilnahme Israels am ESC statt. Aus mehreren Ländern gibt es Boykottaufrufe wegen des Vorgehens der israelischen Regierung im Gazastreifen.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Umfrage: Künstliche Intelligenz wird zunehmend zum Beziehungscoach

Künstliche Intelligenz (KI) wird einer Umfrage zufolge immer mehr zum Beziehungscoach. Fast jeder Fünfte, der entsprechende Anwendungen nutzt, setzte sie bereits für Fragen zu Familie, Freundschaft oder Partnerschaft ein, wie der Digitalbranchenverband Bitkom am Dienstag mitteilte. Hauptgründe dafür waren das Formulieren heikler Nachrichten oder das Einholen von Ratschlägen zu Eifersucht oder Trennungen.

Lübecker Bucht: Zustand von gestrandetem Wal verschlechtert sich

Der Zustand eines an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste gestrandeten Buckelwals hat sich verschlechtert. Auf dem Tier sei deutlicher Bewuchs als Folge einer Hautkrankheit zu sehen, sagte Carsten Manheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag in Niendorf nahe Lübeck. Die Krankheit sei vermutlich eine Folge des zu niedrigen Salzgehalts der Ostsee.

Schriftsteller Salman Rushdie nennt Trump "korrupten Immobilienentwickler"

Der indisch-britische Autor Salman Rushdie sieht sich selbst als "glücklichen Schriftsteller". Ihm sei es gelungen, "den Großteil seines Lebens von seiner Arbeit zu leben", sagte der 78-Jährige dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Dienstag. Das bedeute, dass er nur schreibe, wenn er etwas zu sagen habe. "Ich habe mir nichts mehr zu beweisen - man schreibt die Bücher, von denen man das Gefühl hat, sie schreiben zu müssen."

Spanische Filmlegende Carmen Maura spielt mit 80 Jahren erste Nacktrolle

Die spanische Filmlegende Carmen Maura hat mit 80 Jahren ihre erste Nacktrolle gespielt. "Ich musste komplett nackt sein", sagte Maura der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Dienstag über ihre Rolle in dem Film "Calle Málaga". "Und an diesem Punkt meines Lebens ist mir das völlig egal."

Textgröße ändern: