Pallade Veneta - Fischfresser: Mehrere EU-Länder wollen Jagd auf Kormorane erlauben

Fischfresser: Mehrere EU-Länder wollen Jagd auf Kormorane erlauben


Fischfresser: Mehrere EU-Länder wollen Jagd auf Kormorane erlauben
Fischfresser: Mehrere EU-Länder wollen Jagd auf Kormorane erlauben / Foto: Martin LELIEVRE - AFP

Mehrere EU-Länder wollen die Jagd auf Kormorane erlauben, weil die Vögel ihren Fischern die Fische wegfressen. Neun Staaten forderten bei einem Treffen der EU-Agrarministerinnen und -minister am Dienstag in Brüssel, "den Bestand auf einem ökologisch und wirtschaftlich akzeptablen Niveau zu halten". Sie wollen dafür den Schutzstatus der Kormorane absenken.

Textgröße ändern:

Die neun Länder fordern, dass Kormorane außerhalb der Brutzeiten gejagt werden dürfen, wie aus einem von Tschechien eingebrachten Vorschlag hervorgeht. Neben Finnland, Schweden, Estland, Lettland und Polen haben ihn auch Kroatien, Rumänien und die Slowakei unterzeichnet. Die Kormorane "sorgen in der Ostsee für große Probleme", sagte die finnische Agrarministerin Sari Essayah in Brüssel.

Zahlreiche Fischbestände in der Ostsee sind seit Jahren bedroht, Fischer machen dafür unter anderem den Kormoran verantwortlich. Zugleich sind die jährlich von der EU festgelegten Fischquoten in der Regel höher als von Wissenschaftlern empfohlen, außerdem bedroht der Klimawandel die Lebensräume der Fische.

Die neun Länder verwiesen am Dienstag auf "geschätzte zwei Millionen" Kormorane in Europa, die pro Jahr je 180 Kilogramm fräßen. Die Vögel sind etwa so groß wie Gänse und leben ganzjährig an Nord- und Ostsee sowie an Flüssen. Einige von ihnen überwintern am Mittelmeer. Sei 1979 zählen sie in Europa zu den geschützten Arten.

Um die Jagd auf Kormorane zu erlauben, müsste der Schutzstatus der Vögel abgesenkt werden, dazu braucht es eine Mehrheit unter den 27 EU-Ländern sowie im Europaparlament. Im gleichen Verfahren hatte die EU im vergangenen Jahr den Schutzstatus von Wölfen abgesenkt.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Sony stellt Verkauf von Roboterhündchen Aibo in Japan ein

Sony stellt den Verkauf seines beliebtes Roboterhündchen Aibo in Japan ein. Die Lagerbestände des aktuellen Modells ERS-1000 würden jedoch noch abverkauft, erklärte der Elektronikkonzern. Dienstleistungen wie technische Unterstützung, Ersatzteile und Abonnements für Onlineclouddienste zur Speicherung von Daten des Roboterhundes würden weiterhin angeboten.

Stuttgarter Feuerwehr rettet vier junge Turmfalken aus heißer Blechverkleidung

Aus einer aufgeheizten Blechverkleidung hat die Feuerwehr in Stuttgart vier junge Turmfalken gerettet. Wie die Einsatzkräfte am Donnerstagabend in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mitteilten, wurden sie am Nachmittag vom Umweltamt angefordert. Die Jungvögel steckten demnach in einem Wohn- und Geschäftshaus hinter einer gut 65 Grad Celsius heißen Blechverkleidung eines Kamins fest.

Polizisten retten in Thüringen Schwanenfamilie von Straße

Polizisten haben im thüringischen Gera eine Schwanenfamilie von einer Straße gerettet. Die zwei Elterntiere und sieben Jungschwäne brachen am Donnerstagmorgen zu einem Spaziergang zwischen Thieschitz und Bad Köstritz auf, wie die Beamten in Gera mitteilten. Dadurch blockierten sie im Berufsverkehr die Straße.

WHO kündigt Tests von zwei Behandlungen gegen Ebola für kommende Woche an

In der von dem jüngsten Ebola-Ausbruch schwer betroffenen Demokratischen Republik Kongo sollen voraussichtlich ab der kommenden Woche zwei Therapien zur Behandlung der tödlichen Krankheit klinisch getestet werden. Die Vorbereitungen dafür seien inzwischen abgeschlossen, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Mittwoch vor Journalisten in Genf.

Textgröße ändern: