Pallade Veneta - Norwegen bangt um König Harald V. - Palast: König in "extrem ernstem" Zustand

Norwegen bangt um König Harald V. - Palast: König in "extrem ernstem" Zustand


Norwegen bangt um König Harald V. - Palast: König in "extrem ernstem" Zustand
Norwegen bangt um König Harald V. - Palast: König in "extrem ernstem" Zustand / Foto: Cornelius Poppe - NTB/AFP

Norwegen bangt um seinen greisen König Harald V.: Der vor anderthalb Wochen ins Krankenhaus eingelieferte Monarch befindet sich in "extrem ernstem" Zustand, wie der Palast in Oslo am Donnerstag erklärte. Kronprinz Haakon und Königin Sonja sagten alle Termine ab und versammelten sich gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der königlichen Familie am Krankenbett des 89-Jährigen.

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Der an einer Form von Blutarmut leidende Monarch war am Montag vergangener Woche ins Rikshospitalet in der norwegischen Hauptstadt Oslo eingewiesen worden. Bereits am Wochenende hatte sich sein Zustand nach Angaben des Palasts verschlechtert. Wegen einer bakteriellen Blutinfektion musste er mit Antibiotika behandelt werden. Am Donnerstagmorgen hieß es dann, der Gesundheitszustand des Königs sei "extrem ernst".

Norwegische Fernsehsender zeigten, wie Kronprinz Haakon, seine Frau Mette-Marit und deren Kinder am Krankenhaus in Oslo eintrafen. Darunter war auch Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung, Marius Borg Hoiby, der nach einer Verurteilung wegen Vergewaltigung unter Hausarrest steht und eine elektronische Fußfessel tragen muss.

Besorgte Norweger legten derweil Blumen vor dem Palast in der Hauptstadt ab. Der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Störe sagte ein geplantes Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ab und reiste nicht nach Berlin.

Er sei zutiefst betroffen, erklärte Störe: "Ich stehe gemeinsam mit dem ganzen Land, während wir dem König und dem Rest der königlichen Familie unsere wärmsten Gedanken schicken." Er sei überzeugt, dass der Monarch im Krankenhaus "gute und mitfühlende Behandlung" erhalte.

Die Mitglieder der norwegischen Bischofskonferenz brachen einen Studienbesuch in Rom ab und sollten nach Angaben der Kirchenzeitung "Vart Land" noch am Donnerstag nach Norwegen zurückkehren.

Die Königshaus-Spezialistin Caroline Vagle vom Magazin "Se og Hor" stufte die Mitteilung des Palasts als "dramatisch" ein. In der Vergangenheit habe sich das Königshaus in seiner Kommunikation zum Gesundheitszustand des Monarchen stets sehr zurückgehalten, selbst wenn dieser im Krankenhaus behandelt wurde, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP: "Diesmal ist die Atmosphäre vollkommen anders." Die gesamte Nation sei "zutiefst besorgt und traurig. König Harald ist ein sehr beliebter König."

Harald V. ist seit 1991 König von Norwegen und ist mit 89 Jahren der älteste lebende Monarch Europas. Das norwegische Staatsoberhaupt hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Eine Abdankung lehnte der König jedoch stets ab und verwies darauf, dass er vor dem Parlament einen Eid auf Lebenszeit geschworen habe.

Harald V. leidet an einer hämolytischen Anämie, einer Form der Blutarmut. Dabei werden die roten Blutkörperchen zu schnell abgebaut, Betroffene leiden unter Müdigkeit, Blässe und Atemnot. Ins Krankenhaus musste er wegen Wassereinlagerungen in Folge einer Kortisonbehandlung.

Erst Mitte Juli war die Schwiegertochter des Königs, Kronprinzessin Mette-Marit, nach einer Lungentransplantation aus dem Krankenhaus entlassen worden. Bei ihr war 2018 eine schwere Lungenkrankheit diagnostiziert worden. Schließlich musste ihr eine Spenderlunge transplantiert werden, ohne die sie nach Einschätzung der Ärzte nur noch ein Jahr zu leben gehabt hätte.

Trotz des Skandals um Mette-Marits wegen Vergewaltigung verurteilten Sohn sowie um Kontakte der Kronprinzessin zum inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist die Königsfamilie in Norwegen weiterhin sehr beliebt.

F.Dodaro--PV

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