Pallade Veneta - Kinder- und Jugendärzte rechnen für Herbst mit neuen Corona-Einschränkungen

Kinder- und Jugendärzte rechnen für Herbst mit neuen Corona-Einschränkungen


Kinder- und Jugendärzte rechnen für Herbst mit neuen Corona-Einschränkungen
Kinder- und Jugendärzte rechnen für Herbst mit neuen Corona-Einschränkungen

Nach dem Scheitern der Impfpflicht im Bundestag rechnet der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte für den Herbst auch an Schulen mit neuen Pandemie-bedingten Einschränkungen. "Es ist zu erwarten, dass spätestens im Herbst eine nächste Corona-Welle einsetzt und erneut zu zahlreichen Erkrankungen führt", sagte Verbandssprecher Jakob Maske dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Leidtragende dürften dann wieder Kinder und Jugendliche sein.

Textgröße ändern:

Zwar werde die neue Corona-Welle wohl voraussichtlich vor allem die ungeimpften Erwachsenen betreffen. "Leider werden aber die Maßnahmen, die dann zum Schutz getroffen werden, wieder vor allem Kinder und Jugendliche treffen", sagte Maske weiter. "Diese müssen dann wieder fürchten, dass Kitas und Schulen geschlossen werden." Sie würden sich erneut regelmäßig Tests unterziehen müssen "und sie werden wieder Maske tragen müssen".

Maske nannte das Scheitern der Impfpflicht "ein politisches Armutszeugnis, ein Politikversagen mit Ansage". Die Vorgänge im Bundestag um die Abstimmung am Donnerstag zeigten, "dass die politischen Entscheidungen in diesem Fall nicht von medizinischer Expertise geleitet sind, sondern eher von parteipolitischem Gerangel".

"Wenn es uns nicht gelingt, die Impfquote deutlich zu erhöhen, steuern wir im Herbst höchstwahrscheinlich auf eine sehr schwierige Situation zu", warnte auch Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) in der Funke Mediengruppe. Sie warnte davor, nun auch die einrichtungsbezogene Impfpflicht infrage zu stellen: "Sie ist ein wichtiger Baustein, um die Seniorinnen und Senioren, insbesondere die Hochbetagten, zu schützen", betonte Spiegel.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Demografischer Wandel schlägt zu: Schülerzahl erreicht Höchststand bereits 2029

Der demografische Wandel schlägt in den Schulen einer aktuellen Analyse zufolge früher durch als bislang angenommen. Der Höchststand bei den bundesweiten Schülerzahlen wird schon 2029 erwartet, wie aus neuen Prognosen hervorgeht, die die Kultusminsterkonferenz der Länder (KMK) am Freitag in Berlin veröffentlichte. Das ist drei Jahre eher als laut bisherigen Berechnungen.

Überstunden-Urteil: Gewerkschaften fordern Handeln gegen Überlastung von Lehrkräften

Nach dem Überstunden-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts haben die Bildungsgewerkschaften Maßnahmen gegen die Überlastung von Lehrkräften gefordert. "Die Bundesländer müssen jetzt endlich die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte umsetzen", erklärte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, am Donnerstagabend in Frankfurt am Main. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sprach sich für das Vermeiden oder Ausgleichen von Mehrarbeit aus.

Lehrer Engin Çatık beschreibt ungleiche Startbedingungen und die Bedeutung von Vertrauen

In einer veröffentlichten Leseprobe schildert Engin Çatık seine Kindheit in Berlin-Marienfelde und die Folgen familiärer Armut. Der Lehrer widerspricht der Vorstellung, sein eigener Aufstieg belege gleiche Chancen für alle.

Ganztagsanspruch und Juniorklassen prägen den Schulstart in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg beginnt das neue Schuljahr mit einem Betreuungsanspruch für Erstklässler und zusätzlichen Juniorklassen. Zugleich bleiben unbesetzte Lehrerstellen und sinkende Schülerleistungen zentrale Aufgaben.

Textgröße ändern: