Pallade Veneta - Nach Gedränge: Pariser Studenten beenden Protest gegen Krieg im Gazastreifen

Nach Gedränge: Pariser Studenten beenden Protest gegen Krieg im Gazastreifen


Nach Gedränge: Pariser Studenten beenden Protest gegen Krieg im Gazastreifen
Nach Gedränge: Pariser Studenten beenden Protest gegen Krieg im Gazastreifen / Foto: JULIEN DE ROSA - AFP

Nach Gedränge zwischen pro-palästinensischen und pro-israelischen Gruppen haben Studenten an der Pariser Elitehochschule Sciences Po ihren Protest gegen den Krieg im Gazastreifen beendet. Die Universität erklärte am Freitag, die pro-palästinensischen Studenten hätten sich bereit erklärt, ihren Protest im Gegenzug für eine "interne Debatte" über die Beziehungen der Universität zu Israel zu beenden. Zudem willigte die Hochschule ein, alle Verfahren gegen die Demonstranten einzustellen.

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Pro-palästinensische Studenten hatten mehrere Tage lang Sitzstreiks abgehalten und an der Universität protestiert. Einige blockierten Eingänge zu der Hochschule, im zentralen Innenhof wurden Zelte für ein Protestcamp aufgestellt. Am Freitag waren hunderte Studenten vor Ort.

Als sich rund 50 pro-israelische Demonstranten versammelten vor Ort und es zu Gedränge kam, schritt die Polizei ein. Am Abend beruhigte sich die Lage, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Die Sciences Po arbeitet mit der New Yorker Columbia University zusammen. Dort hatten in der vergangenen Woche massive pro-palästinensische Proteste von Studenten begonnen, die sich auf andere Hochschulen in den Vereinigten Staaten ausweiteten.

In Frankreich leben etwa eine halbe Million Juden, die größte Gemeinde innerhalb Europas, sowie mehr als fünf Millionen Muslime, viele von ihnen mit Wurzeln in Nordafrika.

Die von den USA und der EU als Terrororganisation eingestufte Hamas hatte am 7. Oktober einen Großangriff auf Israel verübt und dabei nach israelischen etwa 1170 Menschen getötet sowie rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Israel geht seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, bisher mehr als 34.300 Menschen getötet. Das harte Vorgehen Israels und die humanitäre Notlage in dem Palästinensergebiet stoßen international vermehrt auf Kritik.

H.Ercolani--PV

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