Pallade Veneta - Verpflichtende Lehrerfortbildung: Kultusministerkonferenz lehnt feste Stundenzahl ab

Verpflichtende Lehrerfortbildung: Kultusministerkonferenz lehnt feste Stundenzahl ab


Verpflichtende Lehrerfortbildung: Kultusministerkonferenz lehnt feste Stundenzahl ab
Verpflichtende Lehrerfortbildung: Kultusministerkonferenz lehnt feste Stundenzahl ab / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die Kultusministerkonferenz (KMK) lehnt eine festgelegte Stundenzahl für die verpflichtende Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern zusätzlich zur Unterrichtszeit ab. Das geht aus einem Schreiben der KMK an den Deutschen Philologenverband hervor, wie der Verband am Donnerstag berichtete. Quantitativ verpflichtende Fortbildungen für Lehrkräfte seien "nicht tragfähig".

Textgröße ändern:

Der Philologenverband, der Lehrkräfte an Gymnasien, Sekundarschulen und anderen zum Abitur führenden Bildungseinrichtungen sowie Lehrbeauftragte an den Hochschulen vertritt, wertete dies als "wichtigen Erfolg".

"Fortbildungszwang führt nicht zum Erfolg und ist häufig auch noch von Einseitigkeiten gekennzeichnet", erklärte Bundesvorsitzende Susanne Lin-Klitzing mit Blick auf eine Forderung der früheren Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP), 30 Stunden Fortbildungsverpflichtung nur für Digitales festzuschreiben.

Qualifizierte Fortbildungsangebote blieben aber grundsätzlich ein wichtiges Thema, erklärte Lin-Klitzing. Die Finanzierung dafür müsse in den Haushalten der Länder abgesichert werden.

Der KMK zufolge sehen alle Bundesländer in ihren rechtlichen Regelungen eine verbindliche Verpflichtung für die Fortbildung von Lehrkräften vor. Die berufsbegleitende Fortbildung gehört demnach zu den Pflichten einer jeden Lehrkraft. Dies dürfe den Lehrkräften jedoch nicht zusätzlich zur Unterrichtszeit in Form eines festgelegten und verpflichtenden Fortbildungskontingents auferlegt werden.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Britischer Prinz George wechselt im September auf Eliteschule Eton

Prinz George, der älteste Sohn des britischen Thronfolgers Prinz William, wird ab September die Eliteschule Eton besuchen. Der Kensington-Palast gab den Schulwechsel am Dienstag bekannt. Der zwölfjährige George folgt damit seinem Vater William und seinem Onkel Harry, die ebenfalls in Eton zur Schule gingen. Unklar ist bisher, ob George auch im Internat der Schule wohnen wird. Eton ist nur wenige Kilometer vom Wohnsitz seiner Eltern auf dem Gelände von Schloss Windsor entfernt.

Deutsches Studierendenwerk drängt auf rasche Einigung bei Bafög-Reform

Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) pocht auf die von der Koalition versprochene Bafög-Erhöhung. "Der Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung beim Bafög ist ein verheerendes Signal an die Studierenden und die junge Generation insgesamt", sagte DSW-Vorstandschef Matthias Anbuhl der "Rheinischen Post" vom Dienstag. "Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn die Boomer-Generation geht nun Schritt für Schritt in Rente", betonte Anbuhl.

Bildungsbericht zeigt erneut Defizite bei Chancengerechtigkeit und Kompetenzen

Der Nationale Bildungsbericht zeigt erneut deutliche Defizite bei Chancengerechtigkeit und grundlegenden Standards auf. "Die Bildungsschere tut sich ab der Geburt auf", sagte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) am Montag bei der Vorstellung des Berichts. Sie betonte die Bedeutung der frühkindlichen Bildung und will dazu neben der Kita verstärkt die Familien in die Pflicht nehmen.

Streit um Bafög-Reform: DGB warnt vor Politikverdrossenheit bei jungen Menschen

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Streits in der Koalition über die geplante Bafög-Reform hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die CDU davor gewarnt, junge Menschen aus dem Blick zu verlieren. "Die aktuelle Diskussion um ein Aussetzen der Bafög-Reform treibt Studierende und Schülerinnen und Schüler in die Politikverdrossenheit", erklärte DGB-Vize Elke Hannack am Montag. Sie ist selbst Mitglied im CDU-Bundesvorstand.

Textgröße ändern: