Pallade Veneta - Über 50 Prozent der Vollzeitangestellten wünschen sich Verringerung der Arbeitszeit

Über 50 Prozent der Vollzeitangestellten wünschen sich Verringerung der Arbeitszeit


Über 50 Prozent der Vollzeitangestellten wünschen sich Verringerung der Arbeitszeit
Über 50 Prozent der Vollzeitangestellten wünschen sich Verringerung der Arbeitszeit / Foto: JOEL SAGET - AFP

Bei Vollzeitangestellten in Deutschland wächst der Wunsch, die Arbeitszeit zu verringern: Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Versicherungskonzerns HDI geben 53 Prozent der Angestellten in Vollzeit an, ihre Arbeitszeit reduzieren zu wollen - ein neuer Rekordwert und die vierte Steigerung in Folge seit dem letzten Jahr der Corona-Pandemie 2022 (48 Prozent). Zugleich streben demnach vor allem jüngere Berufstätige nach Sicherheit und wollen lieber in den öffentlicher Dienst als in die Privatwirtschaft.

Textgröße ändern:

Für die "HDI Berufe-Studie 2025" ließ der Konzern im Juni und Juli dieses Jahres deutschlandweit 3739 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger vom Meinungsforschungsinstitut Yougov befragen. Dabei zeigte sich, dass sich bei gleichem Tätigkeitsfeld mehr Erwerbstätige für eine Arbeitsstelle im öffentlichen Dienst entscheiden würden (43 Prozent) als für die Privatwirtschaft (40 Prozent).

Dies sei insbesondere bei Berufstätigen unter 25 Jahren und ab 45 Jahren der Fall, erklärte der Konzern. Nur in der dazwischenliegenden Altersgruppe verzeichne die Privatwirtschaft "ein Attraktivitätsplus". Als Hauptargument für den öffentlichen Dienst wird demnach die gebotene Sicherheit genannt (54 Prozent). Danach folgen höhere Bezüge im Ruhestand (46 Prozent), ein besseres Nettogehalt (32 Prozent) sowie "weniger Stress" (24 Prozent).

Für jeden vierten Befragten (24 Prozent) sei dabei der Staatsdienst innerhalb der vergangenen fünf Jahre attraktiver geworden. Unter Führungskräften mit Personal- und Projektleitungsverantwortung spreche gar jeder Dritte (32 Prozent) von gestiegener Attraktivität.

"In einer Zeit weltweit wachsender Unsicherheit scheint das Bedürfnis nach beruflicher Sicherheit auch bei leitenden Angestellten zu wachsen", kommentierte HDI-Vorstandschef Jens Warkentin die Ergebnisse. "Und weil dieses Sicherheitsstreben gerade auch die Jüngsten schon so stark erfasst hat, dürfte das kein vorübergehendes Phänomen sein", fügte er hinzu. "Diese Entwicklung könnte sich künftig noch verstärken."

Parallel dazu wächst unter den Berufstätigen die Hoffnung auf positive Effekte durch die Einführung Künstlicher Intelligenz (KI). Laut HDI sagen inzwischen 28 Prozent, dass sie in KI "mehr Chancen als Risiken" für ihr Unternehmen sehen - im Jahr 2023 waren es noch elf Prozent gewesen.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Britischer Prinz George wechselt im September auf Eliteschule Eton

Prinz George, der älteste Sohn des britischen Thronfolgers Prinz William, wird ab September die Eliteschule Eton besuchen. Der Kensington-Palast gab den Schulwechsel am Dienstag bekannt. Der zwölfjährige George folgt damit seinem Vater William und seinem Onkel Harry, die ebenfalls in Eton zur Schule gingen. Unklar ist bisher, ob George auch im Internat der Schule wohnen wird. Eton ist nur wenige Kilometer vom Wohnsitz seiner Eltern auf dem Gelände von Schloss Windsor entfernt.

Deutsches Studierendenwerk drängt auf rasche Einigung bei Bafög-Reform

Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) pocht auf die von der Koalition versprochene Bafög-Erhöhung. "Der Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung beim Bafög ist ein verheerendes Signal an die Studierenden und die junge Generation insgesamt", sagte DSW-Vorstandschef Matthias Anbuhl der "Rheinischen Post" vom Dienstag. "Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn die Boomer-Generation geht nun Schritt für Schritt in Rente", betonte Anbuhl.

Bildungsbericht zeigt erneut Defizite bei Chancengerechtigkeit und Kompetenzen

Der Nationale Bildungsbericht zeigt erneut deutliche Defizite bei Chancengerechtigkeit und grundlegenden Standards auf. "Die Bildungsschere tut sich ab der Geburt auf", sagte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) am Montag bei der Vorstellung des Berichts. Sie betonte die Bedeutung der frühkindlichen Bildung und will dazu neben der Kita verstärkt die Familien in die Pflicht nehmen.

Streit um Bafög-Reform: DGB warnt vor Politikverdrossenheit bei jungen Menschen

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Streits in der Koalition über die geplante Bafög-Reform hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die CDU davor gewarnt, junge Menschen aus dem Blick zu verlieren. "Die aktuelle Diskussion um ein Aussetzen der Bafög-Reform treibt Studierende und Schülerinnen und Schüler in die Politikverdrossenheit", erklärte DGB-Vize Elke Hannack am Montag. Sie ist selbst Mitglied im CDU-Bundesvorstand.

Textgröße ändern: