Pallade Veneta - Linke kritisiert Bafög-Reform: "Ignoranz gegenüber Lebensrealität an Hochschulen"

Linke kritisiert Bafög-Reform: "Ignoranz gegenüber Lebensrealität an Hochschulen"


Linke kritisiert Bafög-Reform: "Ignoranz gegenüber Lebensrealität an Hochschulen"
Linke kritisiert Bafög-Reform: "Ignoranz gegenüber Lebensrealität an Hochschulen" / Foto: Brandon Bell - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Die Linke hat die geplante Bafög-Reform scharf kritisiert. Der Gesetzentwurf dazu offenbare inhaltlich "eine erschreckende Ignoranz gegenüber der Lebensrealität an unseren Hochschulen", sagte die Linken-Bildungspolitikerin Nicole Gohlke der Nachrichtenagentur AFP. "Wer die ohnehin unzureichende Wohnkostenpauschale erst auf 2027 und den vollen Grundbedarf sogar erst auf das Jahr 2029 verschiebt, betreibt Sparen auf Raten auf dem Rücken der Studierenden."

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"Während ein durchschnittliches WG-Zimmer längst über 500 Euro kostet, werden Erhöhungen so lange verschleppt, bis die Inflation sie komplett aufgefressen hat", kritisierte Gohlke. Der Gesetzentwurf zur Reform strafe zudem "Studierende aus armen Familien ab, indem ihnen der Wohnkostenzuschuss im Elternhaus gestrichen wird".

Die Linken-Bundestagsabgeordnete forderte eine sofortige Anhebung der Bafög-Sätze "auf ein armutsfestes Niveau, einen regional gestaffelten Mietzuschuss und die endgültige Rückkehr zum rückzahlungsfreien Vollzuschuss".

Das Bundeskabinett befasst sich am Mittwoch mit der Bafög-Reform. Die Sätze der Leistung für Studierende sowie Schülerinnen und Schüler sollen zwar steigen - aber später als ursprünglich geplant. So wird die Wohnkostenpauschale nicht zum Wintersemester 2026/2027, sondern erst zum Sommersemester 2027 erhöht.

Der Grundbedarf steigt in zwei Schritten bis zum Sommersemester 2029 - statt zum Wintersemester 2028/29. Für Studierende, die bei ihren Eltern wohnen, soll die Wohnkostenpauschale zudem entfallen.

L.Guglielmino--PV

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