Pallade Veneta - Baerbock wirbt vor Abreise nach Den Haag für Stärkung des Völkerrechts

Baerbock wirbt vor Abreise nach Den Haag für Stärkung des Völkerrechts


Baerbock wirbt vor Abreise nach Den Haag für Stärkung des Völkerrechts
Baerbock wirbt vor Abreise nach Den Haag für Stärkung des Völkerrechts / Foto: Amanuel Sileshi - AFP

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat angesichts des russischen Angriffskrieges in der Ukraine die Bedeutung einer überstaatlichen Rechtsordnung bekräftigt. "Das Völkerrecht ist stark und es ist an uns allen, ihm Geltung zu verschaffen und es gerade jetzt zu stärken", erklärte Baerbock vor ihrer Reise nach Den Haag am Montag. "Russlands Krieg gegen die Ukraine ist auch ein Krieg gegen das Recht", urteilte die Außenministerin.

Textgröße ändern:

Der russische Präsident Wladimir Putin trete mit dem "grausamen Wüten Russlands in der Ukraine" die "elementarsten Grundsätze des internationalen Rechts, die alle Völker verbinden, mit Füßen", fuhr Baerbock fort.

Die Außenministerin trifft sich während ihres eintägigen Besuchs in Den Haag mit dem Präsidenten des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Piotr Jozef Hofmanski, sowie mit Chefankläger Karim Ahmad Khan. Den Haag stehe "wie keine andere Stadt für Völkerrecht und Gerechtigkeit", erklärte die Grünen-Politikerin. Die internationalen Gerichtshöfe dort stünden für die Zuversicht, "dass wir in der Welt unsere Konflikte friedlich lösen und dass schlimmste Verbrechen geahndet werden".

Gegen Mittag hält Baerbock eine Rede an der Haager Akademie für Völkerrecht. Am Nachmittag sind dann Treffen mit ihrem niederländischen Amtskollegen Wopke Hoekstra und Ministerpräsident Mark Rutte geplant.

Die beiden Länder würden in wichtigen außenpolitischen Fragen "mit einer Stimme" sprechen, betonte Baerbock. Seit Beginn der russischen Invasion "stehen Deutschland und die Niederlande im Schulterschluss auch fest an der Seite der Menschen in der Ukraine", fügte sie hinzu.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Milliardenklage nach abgesagter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe

Bei einer großangelegten Razzia im Reinigungsgewerbe sind am Mittwoch mehr als hundert Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels in ganz Deutschland durchsucht worden. Dabei wurden zehn Haftbefehle vollstreckt, wie das Hauptzollamt Berlin mitteilte. Außerdem wurde ein Großteil der zuvor angeordneten Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von 106 Millionen Euro vollstreckt.

Textgröße ändern: