Pallade Veneta - Friedenspreisträger Liao Yiwu nennt China "menschliche Hölle"

Friedenspreisträger Liao Yiwu nennt China "menschliche Hölle"


Friedenspreisträger Liao Yiwu nennt China "menschliche Hölle"
Friedenspreisträger Liao Yiwu nennt China "menschliche Hölle" / Foto: Lionel BONAVENTURE - AFP/Archiv

Der chinesische Schriftsteller und Dissident Liao Yiwu hat dem Westen vorgeworfen, die Suche nach dem möglichen Ursprung des Coronavirus in einem Forschungslabor im chinesischen Wuhan zu rasch aufgegeben zu haben. "Dies ist ein Kerngeheimnis von (Staatschef) Xi Jinpings Lügenimperium, das von der Führungsspitze streng gehütet wird", sagte der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstagausgaben).

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Die Kommunistische Partei habe die Corona-Pandemie benutzt, um eine totale Überwachung der 1,4 Milliarden Menschen in China zu erreichen. "Das erinnert an Orwell, weshalb ich nicht von Covid-19, sondern von Covid-1984 spreche", sagte der im Exil lebende Autor. Vielen westlichen Unternehmen sei es im Umgang mit China bisher nur um Profite statt um Politik oder Menschenrechte gegangen. Die Pandemie habe wie der russische Einmarsch in der Ukraine alles verändert. "Die Imperien von Xi Jinping und Putin sind weder eine Zukunftsmacht von gestern noch von morgen, sondern eine menschliche Hölle, der sich der Westen heute stellen muss", sagte Liao.

Liao gehörte zu den Unterzeichnern eines offenen Briefs, mit dem zahlreiche chinesische Dissidenten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im November aufgefordert hatten, auf eine Reise nach China zu verzichten. Das Land entwickle sich "allmählich zu einer neuen Diktatur im Stil der Nazis", schrieben die Unterzeichner damals. Scholz reiste letztlich dennoch nach Peking und traf mit Staatschef Xi Jinping zusammen.

C.Conti--PV

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