Pallade Veneta - Täter von tödlichem Halloween-Anschlag in New York verurteilt

Täter von tödlichem Halloween-Anschlag in New York verurteilt


Täter von tödlichem Halloween-Anschlag in New York verurteilt
Täter von tödlichem Halloween-Anschlag in New York verurteilt / Foto: Handout - St. Charles Country Dept. of Corrections/AFP/Archiv

Über fünf Jahre nach einem tödlichen Anschlag mit einem Kleintransporter am Halloween-Tag in New York hat ein US-Gericht den Attentäter für schuldig befunden. Der Usbeke Sayfullo Saipov, der beim schwerwiegendsten Angriff in New York seit dem 11. September 2001 acht Menschen tötete, wurde am Donnerstag wegen einer Reihe von Straftatbeständen verurteilt. Ihm droht nach der Verurteilung die Todesstrafe.

Textgröße ändern:

Saipov fuhr am 31. Oktober 2017 mit einem geliehenen Fahrzeug über einen Fahrradweg im New Yorker Stadtteil Manhattan, als sich gerade zahlreiche Kinder und ihre Eltern auf die Halloween-Feierlichkeiten vorbereiteten. Saipov selbst gab nach der Tat an, im Namen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehandelt zu haben. Der IS bezeichnete ihn als einen seiner "Soldaten".

Den Ermittlern zufolge wählte Saipov den Halloween-Tag für seine Tat aus, um möglichst viele Menschen zu töten. Neben den acht Todesopfern wurden mindestens zwölf weitere Menschen verletzt, die Polizei konnte Saipov erst durch einen Schuss in den Bauch stoppen.

Die Staatsanwälte haben für Saipov die Todesstrafe beantragt, obwohl Justizminister und Generalstaatsanwalt Merrick Garland im Juli 2021 ein Moratorium für Hinrichtungen auf Bundesebene unter der Präsidentschaft von Joe Biden verkündet hatte. Garland hatte es seiner Behörde bereits erlaubt, im Fall des wegen des Bombenanschlags auf den Boston-Marathon 2013 verurteilten Dschochar Zarnajew vor dem Obersten Gerichtshof die Todesstrafe zu beantragen.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Milliardenklage nach abgesagter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe

Bei einer großangelegten Razzia im Reinigungsgewerbe sind am Mittwoch mehr als hundert Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels in ganz Deutschland durchsucht worden. Dabei wurden zehn Haftbefehle vollstreckt, wie das Hauptzollamt Berlin mitteilte. Außerdem wurde ein Großteil der zuvor angeordneten Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von 106 Millionen Euro vollstreckt.

Textgröße ändern: