Pallade Veneta - Bund und Hilfsorganisationen stellen Soforthilfe für Erdbeben-Opfer bereit

Bund und Hilfsorganisationen stellen Soforthilfe für Erdbeben-Opfer bereit


Bund und Hilfsorganisationen stellen Soforthilfe für Erdbeben-Opfer bereit
Bund und Hilfsorganisationen stellen Soforthilfe für Erdbeben-Opfer bereit / Foto: Can EROK - AFP

Nach dem schweren Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet haben die Bundesregierung und deutsche Hilfsorganisationen Unterstützung mobilisiert. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte Nothilfe durch das Technische Hilfswerk (THW) zu, zahlreiche Organisationen mobilisierten Hilfe. Der türkische Botschafter in Berlin, Ahmet Basar Sen, bedankte sich "für die immense Welle der Solidarität der Deutschen".

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Bei dem schweren Erdbeben waren nach türkischen und syrischen Angaben bis zum Montagabend mehr als 2600 Menschen in der Türkei und in Syrien ums Leben gekommen. Das Beben der Stärke 7,8 hatte das durch den Bürgerkrieg in Syrien bereits schwer gezeichnete Gebiet am frühen Montagmorgen getroffen.

"Das Technische Hilfswerk kann Camps mit Notunterkünften und Wasseraufbereitungs-Einheiten bereitstellen", erklärte Faeser. Sie nannte auch "Hilfslieferungen mit Notstromaggregaten, Zelten und Decken". Deutschland stimme sich bei der Hilfe mit den türkischen Behörden und den EU-Partnern ab. Botschafter Basar Sen erklärte, für die Hilfs- und Bergungsarbeiten würden dringend Ärzteteams, medizinische Ausrüstung sowie Rettungsteams mit Suchhunden benötigt.

Das Auswärtige Amt unterstützte die anfängliche Soforthilfe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nach dessen Angaben mit 500.000 Euro. Es stimme "mit Hochdruck" Hilfsmaßnahmen mit Partnern in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ab, erklärte das DRK.

Das Bündnis "Aktion Deutschland hilft" kündigte eine Soforthilfe von einer Million Euro an. Neben medizinischer Hilfe würden auch Zelte, Heizstrahler, Decken, Thermokleidung sowie Grundnahrungsmittel für mindestens 5000 Menschen dringend benötigt, die über Partnerorganisationen bereitgestellt werden sollten.

Die Diakonie Katastrophenhilfe stellte für Nothilfemaßnahmen "in einem ersten Schritt 500.000 Euro" bereit. Ein Team eines türkischen Partners sei auf dem Weg in die stark betroffene Region Hatay. Es müsse sichergestellt werden, "dass die Überlebenden bei derzeit einstelligen Temperaturen eine Unterkunft finden". Auch auf der syrischen Seite seien die Zerstörungen enorm. Hier sei gleichfalls eine Partnerorganisation in die Gebiete entsandt worden.

Caritas international stellte 250.000 Euro zur Verfügung. "Unsere Partnerorganisationen in beiden betroffenen Ländern arbeiten unter Hochdruck daran, die genauen Bedarfe zu erheben", erklärte das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Das gesamte Ausmaß des verheerenden Erdbebens sei unklar. Vor allem die Informationen aus Syrien kämen sehr verzögert.

Die Hilfsorganisation Misereor sagte vorerst 100.000 Euro Soforthilfe zu, ebenso wie die Welthungerhilfe. Das Beben habe eine Region getroffen, "in der Millionen Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien Schutz gesucht haben", teilte die Welthungerhilfe mit. "Es wird damit gerechnet, dass noch viele Opfer unter den Trümmern liegen."

Grünen-Chef Omid Nouripour drängte auf Hilfe nicht nur für die Erdbebenopfer in der Türkei, sondern auch in Syrien, vor allem in der weitgehend abgeschnittenen Region Idlib. Vor allem Russland müsse hier seine Blockade von Grenzübergängen beenden, um "mehr humanitäre Hilfe nach Idlib hereinzulassen", wo vier Millionen Menschen derzeit eingeschlossen seien.

F.Abruzzese--PV

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