Pallade Veneta - Lotse und Schiffsführer wegen Blackouts nach Unfall in Hamburger Hafen verurteilt

Lotse und Schiffsführer wegen Blackouts nach Unfall in Hamburger Hafen verurteilt


Lotse und Schiffsführer wegen Blackouts nach Unfall in Hamburger Hafen verurteilt
Lotse und Schiffsführer wegen Blackouts nach Unfall in Hamburger Hafen verurteilt / Foto: JOHN MACDOUGALL - AFP/Archiv

Vor drei Jahre kappte ein durch den Hamburger Hafen transportierter Bagger eine Starkstromleitung und löste einen größeren Stromausfall aus - nun hat das Hamburger Amtsgericht den damals verantwortlichen Lotsen und den Schiffsführer zu Geldstrafen verurteilt. Der 56-jährige Lotse soll nach Gerichtsangaben vom Montag wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs 27.000 Euro zahlen. Der bereits 79-jährige Schiffsführer wurde zu einer Geldstrafe von 2250 Euro verurteilt.

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Der Bagger war im Januar 2020 von einem kleineren Schleppverband auf einer Pontonplattform durch den Hamburger Hafen transportiert worden, wobei sich dessen mehr als 60 Meter hoher Ausleger in einer über das Wasser gespannten Stromleitung verfing und diese durchtrennte. Im Stadtteil Wilhelmsburg fiel für mehrere Stunden der Strom aus. Verletzte gab es bei dem Vorfall aber nicht.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte es der Lotse vor Fahrtantritt versäumt, die genaue Höhe des Baggers zu bestimmen und so grob pflichtwidrig gehandelt. Ein vor dem Start angesetztes Briefing war demnach mangelhaft. Der Kapitän war laut Gericht aber ebenfalls verantwortlich und hätte seine Verantwortung für die Sicherheit nicht einfach unhinterfragt an den Lotsen delegieren dürfen.

Einen zweiten mitangeklagten Lotsen sprach das Gericht frei. Er war nur in ergänzender Funktion neben dem Hauptlotsen tätig und dadurch entlastet.

R.Zarlengo--PV

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