Pallade Veneta - Teils gewaltsame Proteste nach Verurteilung von Linksextremisten in Leipzig

Teils gewaltsame Proteste nach Verurteilung von Linksextremisten in Leipzig


Teils gewaltsame Proteste nach Verurteilung von Linksextremisten in Leipzig
Teils gewaltsame Proteste nach Verurteilung von Linksextremisten in Leipzig / Foto: TOBIAS SCHWARZ - AFP/Archiv

Nach einer Verurteilung von Mitgliedern der linksextremen Szene in Leipzig haben Sympathisanten am Mittwochabend dort und in anderen Städten teils gewaltsam demonstriert. In Leipzig und in Bremen kam es dabei nach Angaben der Polizei zu Ausschreitungen. Einsatzkräfte wurden demnach von vermummten Demonstrationsteilnehmern mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen beworfen. In Bremen nahm die Polizei in etwa 70 Verdächtige unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs fest.

Textgröße ändern:

In Leipzig wurden nach Angaben der Beamten vier Einsatzkräfte durch Bewurf verletzt, blieben aber dienstfähig. Zu Protesten kam es unter anderem auch in Berlin, wo es nach Angaben eines Polizeisprechers im Verlauf eines Aufzugs zu tätlichen Angriffen auf Ordnungshüter sowie vereinzelten Sachbeschädigungen kam. Fest- oder Ingewahrsamnahmen gab es dort wie auch in Leipzig aber nicht.

An den Aktionen der linken Szene beteiligten sich den Angaben zufolge jeweils mehrere hundert Menschen. In Leipzig zählte die Polizei in der Spitze etwa 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, in Berlin bis zu 450 und in Bremen etwa 350.

In Leipzig versuchten Demonstranten demnach während einer Versammlung unter dem Motto "Freiheit für alle Antifaschist*innen" am Abend, Absperrungen zu durchbrechen. Später unterbanden Einsatzkräfte demnach unter anderem auch den Versuch, Barrikaden zu errichten. In Bremen versammelten sich Protestierende laut Polizei unter dem Motto "Freiheit für alle inhaftierten Antifas" und riefen dabei unter anderem auch Parolen wie "Ganz Deutschland hasst die Polizei".

In einem vielbeachteten Prozess hatte das Leipziger Oberlandesgericht am Mittwoch vier mutmaßliche Linksextremisten wegen gewalttätiger Überfälle auf tatsächliche oder vermeintliche Rechtsextremisten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die linke Szene hatte bereits im Vorfeld Proteste zur Urteilsverkündung angekündigt.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: