Pallade Veneta - Zunächst keine schweren Ausschreitungen bei Protesten der linken Szene in Leipzig

Zunächst keine schweren Ausschreitungen bei Protesten der linken Szene in Leipzig


Zunächst keine schweren Ausschreitungen bei Protesten der linken Szene in Leipzig
Zunächst keine schweren Ausschreitungen bei Protesten der linken Szene in Leipzig / Foto: Jens Schlueter - AFP

Bei Protesten der linken Szene in Leipzig ist es am Samstag zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen, die befürchteten schweren Ausschreitungen blieben jedoch zunächst aus. Bis zum Abend war nach Angaben der Polizei und eines AFP-Fotografen wieder weitgehend Ruhe eingekehrt.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Polizei hatten sich am Nachmittag rund 1500 Menschen zu einer genehmigten Kundgebung versammelt. Von ihnen seien rund ein Drittel "dem gewaltbereiten Spektrum zuzuordnen" gewesen. Nach ersten Steinewürfen auf Polizisten löste der Organisator demnach die Versammlung auf.

Doch auch anschließend bewarfen Demonstranten die Einsatzkräfte mit Steinen und mindestens zwei Brandsätzen, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Nach seinen Angaben wurden auch Böller und einige Rauchtöpfe gezündet.

Polizisten kesselten daraufhin zahlreiche Demonstranten ein. Später begannen sie laut dem Fotografen, die Identität der Eingekesselten aufzunehmen. Die Polizei berichtete auf Twitter von rund 300 eingekesselten Demonstranten. Ihnen werde "Landfriedensbruch und tätliche Angriffe auf Einsatzkräfte" vorgeworfen.

Eine umstrittene Solidaritätskundgebung für die verurteilte Linksextremistin Lina E. fand dagegen nicht statt. Die Kundgebung unter dem Motto "United we stand - Trotz alledem, autonomen Antifaschismus verteidigen!" war von der Stadt verboten worden, die Entscheidung wurde gerichtlich bestätigt.

Lina E. und drei mitangeklagte Männer waren am Mittwoch wegen gewalttätiger Überfälle auf Rechtsextremisten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die linke Szene mobilisierte aus Protest bundesweit für eine sogenannte "Tag-X-Demo" am Samstag. Wegen der Demonstrationsaufrufe hatte sich die Polizei auf einen Großeinsatz vorbereitet, zumal es schon im Vorfeld zu Ausschreitungen gekommen war.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Gestohlener Davidstern-Aufnäher in Chemnitz wieder aufgetaucht

Ein aus einer Gedenkstätte für die nationalsozialistische Judenverfolgung in Chemnitz gestohlener gelber Davidstern-Aufnäher ist wieder aufgetaucht. Bei der Kriminalpolizei sei am Freitag anonym eine Geldbörse als Fundsache abgegeben worden, teilte die Polizei am Montag mit. In dieser habe sich auch der gestohlene Aufnäher befunden. Er solle kriminaltechnisch untersucht werden. Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauerten an.

Textgröße ändern: